Optimal running economy among elite runners may be related to a low relative level of muscle activation
In der Literatur ist mehrfach beschrieben worden, daß die Laufökonomie (RE) von vielen physiologischen, biomechanischen und physikalischen Faktoren abhängt. Allerdings ist die Beziehung zwischen RE und neuromuskulären Faktoren von guten Läufern bisher noch nicht detailliert untersucht worden. Mit der vorliegenden Untersuchung sollte das Timing und die raltive Amplitude der Muskelaktivierung in den unteren Extremitäten während des Laufs von leistungssportlich trainierenden Probanden, die in zwei Gruppen mit signifikant unterschiedlicher RE unterteilt wurden, verglichen werden.
Bei 28 dänischen Spitzenläufern (Laufzeit über 10 km unter 33 Minuten) wurde RE ermittelt. Die sechs Läufer mit der niedrigsten RE (Ggroup) und die sechs Läufer mit der höchsten RE (Bgroup) wurden in je eine Gruppe eingegliedert.
Mit diesen Probanden wurden EMG- und kinematische Untersuchungen durchgeführt. Gemessen wurde der Sauerstoffverbrauch und das Blutlaktat bei Läufen in stabilen Zuständen bei 14, 16 und 18 km/h und bei Laufgeschwindigkeiten, die denen entsprach, die sie zur Erreichung ihrer persönlichen Bestzeit (PR-Niveau) brauchten. Am Ende des Tests wurde die maximale O2-Aufnahme gemessen. RE wurde als "RE-Profil" ermittelt. EMG und Gelenkwinkel wurden während des Laufens in stabilen Zuständen bei den Läufen auf PR-Niveau ermittelt. Es wurde ein EMG mit Oberflächenelektroden von acht Muskeln des rechten Beins aufgezeichnet: tibialis anterior, soleus, medial gastrocnemius, semitendinosus, vastus lateralis, vastus medialis, rectus femoris, gluteus maximus. Mit Goniometern wurden die Gelenkwinkel am Fuß-, Knie- und Hüftgelenk ermittelt. Das Timing des Laufzyklus wurde mit Fußschaltern aufgezeichnet.
Die beiden Gruppen waren in allen erfaßten Variablen homogen. Einzige Ausnahme waren die Unterschiede im IEMG. Eine mögliche Beziehung zwischen einem niedrigen Niveau der Muskelaktivierung und einer optimalen Laufökonomie kann nicht so einfach erklärt werden. Wenn wir davon ausgehen, daß die Läufer in den beiden Gruppen, aufgrund ihrer Homogenität, im Durchschnitt die gleiche Menge an mechanischer Arbeit leisten und daß die Muskeln der unteren Extremitäten die mechanische Energie über den gleichen Kontraktionsweg generieren, mit der gleichen durchschnittlichen Geschwindigkeit und Muskelkraft, dann weist das niedrige IEMG in der Ggroup darauf hin, daß diese Läufergruppe kräftigere Muskeln hatte als die Bgroup. Dann sollte der signifikante Unterschied in der Laufökonomie mit Unterschieden in der mechanischen Effektivität der muskulären Arbeit in stabilen Zuständen auf unterschiedlichen Kontraktionsniveaus erklärt werden können. Das könnte auf unterschiedliche Belastungen des Systems zur Produktion aerober und anaerober Energie zurückzuführen sein. Allerdings konnten zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede bei den Laktatniveaus und der R-Niveaus festgestellt werden. Ein höherer Grad der synchronen Muskelaktivität in der Bgroup könnte auch die IEMG-Unterschiede zwischen den Gruppen erklären. Falls das der Fall ist, sollte es ganz allgemein keine Unterschiede in der allgemeinen Muskelkraft zwischen den Gruppen geben.
© Copyright 1997 XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts. All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences technical and natural sciences endurance sports |
| Published in: | XVIth ISB Tokyo Congress, August 25 - 29, 1997. Book of Abstracts |
| Language: | English |
| Published: |
1997
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| Edition: | Tokyo: ISB (Hrsg.), 1997. - S. 204: 1 Abb., 5 Lit. |
| Document types: | congress proceedings |
| Level: | advanced intermediate |