Iron deficiency anemia
(Eisenmangelanämie)
Die Werte des Serumferritins differieren stark -sowohl im Vergleich der Sportler untereinander als auich beim einzelnen Sportler in Abhängigkeit beispielsweise von dessen Fitness- und Gesundheitszustand. Idealerweise sollte Langstreckenläufer (Männer) Werte über 60 ng/ml aufweisen, es gibt aber auch zahlreiche Beispiele, wo Läufer im Bereich zwischen 30 und 60 Spitzenleistungen vollbringen. Werte unter 30 wirken sich jedoch beeinträchtigend auf die aerobe Leistungsfähigkeit aus. Bei diesen Sportlern treten meist größere Leistungsschwankungen auf.
Bei Langstreckenläuferinnen tritt deutlich häufiger ein Eisenmangel auf. Der Normalbereich der Läuferinnen liegt unter dem der Männer, Werte unter 15 ng/ml sind jedoch Anzeichen für das Vorhandensein einer Eisenmangelanämie. Werte zwischen 15 und 20 gelten als niedrig bzw. grenzwertig, der Normalbereich liegt bei 20-30 ng/ml. Eine zu starke Eisensupplementierung hat auch nachteilige Wirkungen, deshalb sollte, wenn die Werte im mitteleren Bereich zwischen 20 und 30 pendeln und sich die Sportlerin gut fühlt, von einer Supplementierung Abstand genommen werde.
Supplementierung:
Diese erfolgt in der regel in form von Eisenglukonat oder Eisensulfat. Die normale Dosis für eine Supplementierung beträgt 150 mg/Tag, unter ärztlicher Betreuung kann diese Dosis mitunter auch mehrfach am Tag eingenommen werden. Eine zu hohe Dosis kann zu Magenkrämpfen, Verstopfung oder Durchfall führen. Eisensupplemente sollten direkt nach einer Mahlzeit eingenommen werden, am besten zusammen mit Vitamin C. Zur Neutralisierung möglicher Nebenwirkungen sollte bei einer Eisensupplementierung immer auch Vitamin E eingenommen werden. Zwei Stunden um die Einnahme des Supplements sollte Koffein gemieden werden.
Eisenmangel kann durch das Training unter südlichen Hitzebedingungenoder das Tragen harter Schuhe / das Laufen auf harten Belägen verstärkt werden.
Auch wenn der Eisenferritinwert eines Sportlers in Ordnung scheint, kann eine Anämie vorliegen. Signifikantester Wert ist der Hämatokrit, der über einen normalen Bluttest bestimmt werden kann. Weitere Variable (z.B. die Anzahl der roten Blutkörperchen, MCV, RET, Hämoglobin, MCH) sind aussagekräftige Parameter. Unter allen Umständen sind derartige Anämien vom Spezialisten zu behandeln.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Track & field coaches review |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | gainesville (1998)3, S. 32-33, 1 Lit. |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |