Development of sprint freestylers
(Die Entwicklung von Freistil-Sprintern)
Dargelegt wird das Programm zur Entwicklung von Freistil-Sprintspezialisten im Brothers Swimming Club Brisbane (QLD, Australien).
S. 144: Entwicklung der 50- sowie der 100-m-Bestzeit des Sportlers Nathan Rickard im Zeitraum November 1993 bzw. Januar 1994 bis April 1997
Verf. faßt seine Erfahrungen (u.a. aus einer Trainerhospitationstätigkeit in den USA sowie seiner eigenen Trainertätigkeit in Australien) zusammen:
- Sprinter müssen über einen soliden Hintergrund von 3-5 Jahren Training verfügen. In dieser Zeit sollte die aerobe Basis geschaffen werden, ohne dabei die Schnelligkeit zu vernachlässigen.
- Eine frühe Spezialisierung im Sprintschwimmen ist zu vermeiden.
- Der Entwicklung der Energiesystemleistungsfähigkeit im Nachwuchsalter ist Rechnung zu tragen (s. Abb. S. 146).
- Der Sprinter sollte in allen Herzfrequenzbereichen und allen Energiebereichen trainiert werden.
- Start, Wende und Finish müssen von exzellenter Qualität sein.
- Sprinter müssen bei allen Trainingsgeschwindigkeiten über eine sehr gute Technik verfügen. Mini Max Sets bieten sich an (Anz. der Züge + Zeit = N, N fällt ab).
- Der Schlüssel zum Erfolg im Sprint: Beibehalten einer optimalen Technik bei hohen Geschwindigkeiten auch nach Einsetzen der Ermüdung.
- Weitere Trainingsmittel: Krafttraining im Wasser sowie sprintunterstütztes Schwmmmen.
- Sprinter benötigen meist längere Taperingphasen. Im Zweifelsfall: Erholungspausen vergrößern.
- Sprinter müssen sorgfältig beobachtet werden, Warnsignale für Übertraining sind: Erhöhung der Pulsfrequenz um 10 S/min, Gewichtsabnahme, Veränderung der Schlafenszeiten, Appetitsveränderungen, Augenringe, schlechte Laune etc.
- Hypoxietraining ist sinnvoll.
- Sprinter sollten zur Verbesserung der 100-m-Leistung verstärkt 200-m-Strecken im Wettkampf absolvieren.
- Sprinter sollten aufgrund der hohen Laktatwerte länger ausschwimmen.
- Wichtig: Verringerung des Frontalwiderstandes.
- Staffelwettkämpfe unterstützen die Sprintentwicklung.
- Spezielles Land- und Krafttraining unterstützen das Training des Sprinters.
- Notwendig ist eine regelmäßige, ausgeprägte Wettkampftätigkeit.
- Alaktazides Training sowie Sprintdrills sollten regelmäßiger Bestandteil des Trainings sein.
- Das Trainng auf der Kurzbahn ist insbesondere dann sinnvoll, wenn es um die Qualität geht.
- Sprinttrainingsprogramme müssen noch stärker individuell ausgferichtet sein als Trainigsprogramme allgemein.
- Zum Sprint gehört Selbstbewußtsein.
- Auch im Training muß schnell geschwommen werden - sowohl in der Bein-, Arm- als auch der Gesamtbewegung.
- Sportler sowie Trainer müssen talentiert, willig und schnelldenkend sein.
Angefügt sind einige Trainingspläne aus vergangenen Jahren.
© Copyright 1998 The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2. Alle Rechte vorbehalten.
| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | The World Swimming Coaches Association Gold Medal Clinic Series, Volume 2 |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1998
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| Ausgabe: | Fort Lauderdale: The World Swimming Coaches Association (Hrsg.), 1998. - S. 144-150 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | hoch mittel |