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Establishing the distance base for training

(Schaffung der Ausdauerbasis für das Training)

Reflektion auf vergangene Zeiten, in denen die USA auf den Langstrecken der Weltspitze hinterher schwamm sowie zu unerläßlichen Schlüsselpunkten des Erfolgs. Als wichtigster Punkt wird eine Langstreckengrundlage hervorgehoben, die für jede Strecke von Bedeutung ist. Zum Erarbeiten dieser Grundlage im Nachwuchsalter: 1. langsame, stufenweise Steigerung des Gesamtumfangs je Trainingseinheit (TE) 2. schrittweise, allmähliche Steigerung der Länge der Hauptserien in den TE 3. Steigerung des Anteils der Armarbeit in den TE - bis zu 30% sollten es für Langstreckler sein 4. Erarbeitung einer Einstellung zur Langdistanzausbildung (es sollte eine Ehre, keine lästige Pflicht sein). Motivation innerhalb der Gruppen und Vereine, Respekt vor hohen Umfängen vom Nachwuchsbereich an. Zeitpunkt des Trainings mit vollen Umfängen: Dann wenn das Training ernsthaft wird, wenn zwei TE/Tag absolviert werden, wird der Schwimmer schnell an die 12-14000 m und mehr am Tag herangeführt. Dies wäre für Mädchen in etwa im 11. oder 12. Lebensjahr, für Jungs im Alter von etwa 13 oder 14 Jahren. Es gibt Programme, wo Schwimmer 20000 m am Tag fünf bis sechs mal in der Woche trainieren. Entscheidend für den Beginn des Absolvierens der vollen Umfänge sind neben dem Trainingshintergrund mitunter auch die Beckenkapazität sowie vor allem der physische und psychische Entwicklungsstand der Sportler. Vorteile des langdistanzorientierten Trainings: - Es schafft die Ausdauergrundlagen für spätere Schnelligkeitsentwicklungen sowohl für die Kurz- als auch für die Langstrecken. - Es erweitert die Wettkampfmöglichkeiten für die jungen Sportler; Strecken wie 200 m S, 400 m Lg oder 1500 F sind möglich. Kinder, die lediglich 4000 oder 5000 m/Tag absolvieren, empfinden diese Strecken als sehr hart. Bei 16000 oder 18000 m fallen sie dagegen leicht. - Mit einer soliden Ausdauergrundlage fällt der Übergang in eine nächst höhere Altersgruppe leichter. - Die Wettkampfhärte wird geschult, der Sportler kann mehrere Starts innerhalb eines Wettkampfes besser verkraften, was insbesondere bei Wettkämpfen mit Vor- und Endläufen von Bedeutung ist. - Langstreckentraining schult Willensstärke und Disziplin (Sprinter dagegen sind häufig problematische Sportler. - Langstreckentraining schafft die Basis für spätere Entwicklungen von Sprintern. Es vermittelt insbesondere Durchstehvermögen für die letzten 10 m, wo Sprinter häufig abbrechen. Die Langstreckentrainings beinhalten immer auch eine Schnelligkeitskomponente, z.B. werden täglich schnelle Sprints eingebaut, meist am Ende der TE (z.B. 8x25 m mit Abgangszeit 45 s).
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Australian Swimming Coach
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Jahrgang:13
Heft:7
Seiten:14-16
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel