Interview with Penny Heynes
(Interview mit Penny Heynes)
Gedanken zum Schwimmen im Allgemeinen und zum Training im Besonderen von der südafrikanischen, in den USA trainierenden Brust-Spezialistin Penny Heynes.
P.H. über ihr Training u.a.:
- Begann 7-Jährig mit Schwimmen.
- Trat mit 12 Jahren einem Schwimmklub bei.
- Mit 14 erste Medaille (Bronze) bei den Seniorenmeisterschaften, seitdem ging es steil bergauf.
- Seit Januar 1993 in den USA (18-Jährig).
- Wichtig: sportgerechte Ernährung.
- Trainer in den USA: Jan Biderman.
- Wichtig ebenso: Selbstvertrauen, Zielsetzungen, Glaube, diese Ziele erreichen zu können.
- Bevor sie in die USA kam, trainierte sie relativ wenig (5x/Woche, je 1h/Tag, ca. 100-3.500m/Tag, ohne spezielle Brust-Drills).
- Unter Jan B. (fast 19-Jährig) begannen gravierende Änderungen im Training: dreimal wöchentlich 2 TE/Tag, eine TE die restlichen Tage, d.h. 9 TE/Woche. Anfangs 4,5-5 km/TE, dazu Plyometrie und Gymnastik.
- Im zweiten US-Jahr wurde der Umfang weiter erhöht (bis zu 8000m/TE in einem sechswöchigen Trainingszyklus), dann als Normalfall 6000-6500 m.
- Die Hauptschwimmart (Brust) wird in jeder TE trainiert. Es gibt Zeiten, wo von den 6000 m 5000 m Brust absolviert werden.
- Es wird viel Schwellentraining absolviert.
- Sie trainiert sehr hart, auch an Tagen, an denen eigentlich Ruhe verordnet ist, trainiert sie mit 100 %.
- Sie hält die Trainingsqualität für äußerst wichtig.
- Landtraining: insbesondere vor den OS sehr strukturiert: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag Krafttraining mit Gewichten jeweils mindestens 45 min. Montag und Donnerstag fanden vorrangig Krafttraining mit freien Gewichten und Übungen zur Körperstabilisierung statt, Dienstag und Freitag Circuittraining.
- Reines plyomerisches Training wird seit 1994 nicht mehr absolviert, im Training mit den freien Gewichten finden sich jedoch zahlreiche plyometrische Übungen.
- Ist dem Schwimmen auch mental voll verfallen, konzentriert sich im Wasser und außerhalb voll auf das Schwimmen.
- P.H. trainiert gern allein, damit sie sich statt auf andere voll auf sich selbst konzentrieren kann.
- Sie trainiert überwiegend auf der Kurzbahn.
- Ihr technisches Anliegen im Brustschwimmen ist es, durch geschicktes Timing der Arm- und Kopfarbeit vor die Welle zu kommen, während die meisten die Welle nur vor sich herschieben - versucht, sich viel von den - viel schnelleren - Männern abzuschauen, u.a. übernahm sie deren nach hinten gerichteten Beinschlag (Frauen kicken mehr nach unten).
- UWV. Drei Wochen vor ihrem Hauptwettkampf schwamm sie einen Wettkampf, eine Woche vor dem Höhepunkt einen Test und zum Höhepunkt - Weltrekord.
- Ihr Trainer ist nur sehr selten bei Wettkämpfen dabei, P.H. ist ihrer Auffassung nach für ihr Rennen selbst verantwortlich.
- Der Trainer ist im Wettkampf kein Erfolgsgarant, dies sind: gute Vorbereitung, Selbstvertrauen, intensives Training.
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| Schlagworte: | |
|---|---|
| Notationen: | Ausdauersportarten |
| Veröffentlicht in: | Australian Swimming Coach |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
1997
|
| Jahrgang: | 13 |
| Heft: | 6 |
| Seiten: | 30-38 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch mittel |