George Haines speaks out
Zur Trainingsphilosophie von George Haines, dessen Sportler bisher 33 olympische Goldmedaillen gewannen. Zwie Dinge werden liegen Verf
besonders herausgestrichen: erstens die Notwendigkeit von Überdistanztraining bzw. hohen Umfängen und zweitens das Training in größeren Gruppen wegen der daraus resultierenden internen Wettkampfmöglichkeiten.
Vorangestellt wird der Fakt, daß es nur 5-6% der Athleten schaffen , sich zweimal für Olympia zu qualifizieren.
Einer der gravierendsten Fehler in der Trainingsplanung sei es, das Training (auf allen Ebenen) vorwiegend auf den Sprint auszurichten bzw. sprintorientiert aufzubauen. Langstreckler müssen als solche bereits vor dem 16. Lebensjahr erkannt werden, um sie rechtzeitig speziell vorbereiten zu können. Geschieht dies erst später, hat der Athlet kaum noch Chancen, die Weltspitze zu erreichen.
Eine Ausdauerbasis sollte schon ab dem frühen Kindesalter gelegt werden. bereits im Alter von 10, 11, 12 Jahren sollten alle ein Überdistanzprogramm absolvieren. Es ist später einfacher bzw. erfolgversprechender, auf den Sprint umzusteigen, als vom Sprint auf die Langstrecke. Der erfolgreiche Trainer Mark Schubert (u.a. 1500-m-Olympiasieger Brian Goodell) ließ in Mission Vijeo alle jungen Schwimmer ein Langstreckenprogramm durchlaufen.
Es gibt viele Beispiele, wo später erfolgreiche Sprinter als gute Langstreckler begonnen haben, u.a. Matt Biondi, Tom Jager oder Mark Spitz. Der Geschwindigkeits- bzw. Zeitabfall auf der zweiten Streckenhlfte auf den Sprintstrecken (100 und 200 m) ist oft in einer mangelhften Grundlagenausdauer begründet.
In den USA sollte man sich im Schwimmtraining auf frühere Trainingskonzepte besinnen, die in den 60er und 70er Jahren den Amerikanern die Weltspitze sicherten. Dort, wo man heute erfolgreich ist, wird oft nach diesen Konzepten trainiert.
Im National Training Center der US-Schwimmnationalmannschaft sollte beispielsweise dem Cheftrainer ein zweiter, langstreckenorientierter Trainer zur Seite gestellt werden, um das aerobe Grundlagenausdauertraining zu forcieren und das sprintorientierte Programm gezielt auf den Langstreckenbereich auszuweiten.
Obwohl heute kein Trainer mehr gern mit großen Gruppen arbeitet, erweisen sich diese gerade für Langstreckler im Training als vorteilhaft, da sie verstärkt die erforderlichen internen Wettkmpdfmöglichkeiten bieten. Verf. spricht sch gegen den Trend des Einzeltrainings aus, da hierbei der interne Wettbewerb fehlt.
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| Subjects: | |
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| Notations: | endurance sports |
| Published in: | Swim Canada |
| Language: | English |
| Published: |
1996
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| Edition: | Toronto (1996)217, S. 16-17 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |