Modifications of the athletes' bio-mechanical processes at work during triathlon and marathon participation

(Modifikationen der biomechanischen Abläufe während der Teilnahme an einem Triathlon oder Marathon)

Ziel der Studie war die Überprüfung der Erhöhung des Energiebedarfs beim Laufen am Ende eines Triathlons oder Marathons sowie die Verbindung der Verringerung der Laufeffektivität mit kinematischen Parametern. Methode: Sieben gut trainierte Triathleten absolvierten 3 Experimente: einen Triathlon über 2:15 h (30 min Schwimmen, 60 min Rad und 45 min Laufband), einen 2:25-Martathon, bei dem die letzten 45 min (MR) mit der selben Geschwindigkeit wie der Laufteil des Triathlons (TR) absolviert wurden sowie einen 45 min Einzellauf (IR) mit der gleichen Geschwindigkeit. Während der drei Tests wurden folgende Parameter registriert: Sauerstoffaufnahme (VO2), Minutenventilation, Herzfrequenz, respiratorische Austauschrate (RER) sowie kinematische Daten Ergebnisse: Der Marathonlauf (MR) ist mit einem höheren Energiebedarf im Vergleich zu TR verbunden. Triathlon und Marathon haben einen höheren Gewichtsverlust zur Folge als der isolierte Lauf. Nach dem Radfahren war die mittlere Schrittlänge beim TR1 niedriger als beim IR1, sie stieg aber gegen Ende des TR an. Schlußfolgerung: MR führt zu einer Verringerung der Schrittlänge im Vergleich zum Einzellauf. Nach dem Radfahren praktizieren die Athleten ein weiter ausgeprägtes Nach-Vorn-Beugen des Körpers, während des Marathons war die Rumpfbeugung weniger ausgeprägt. Kniestreckung beim Abdruck und maximaler Kniewinkel in der Nicht-Stützphase waren beim MR größer als bei TR und IR. Es kann jedoch keine einzelne kinematische Variable das Absinken der Laufeffektivität vollständig erklären: Es scheint, daß die Laufökonomie während eines Triathlons und eines Marathons mit globalen Veränderungen vieler verschiedeneer Parameter verbunden ist. Die mittels EMG des m. vastus lateralis erhobenen Daten lassen vermuten, daß eine lange Laufbelastung im Vergleich zu einem Triathlon oder einem Einzellauf derselben Geschwindigkeit zu einer stärkeren Muskelermüdung führt. Dieser hohe Grad der Muskelermüdung könnte den signifikanten Anstieg des Energiebedarfs am Ende des Marathons erklären. (Siehe auch in: "2nd INSEP International Triathlon Congress - European Symposium "Triathlon Sydney 2000". INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 250-261, L319 / I.L.11. / 25829, ISBN: 2-86580-102-0)
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Symposium Européen Triathlon Sydney 2000
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1998
Ausgabe:Paris: INSEP (Hrsg.), 1998. - S. 60
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel