Do we need a methodological reform?
Der Verfasser diskutiert Mängel im Ausdauertraining und schlägt einige neue methodologische Aspekte zur ihrer Beseitigung vor.
1. Planung des Trainingsumfanges
Die heute verwendeten Programme gehen auf die 70er Jahre zurück. In Lehrbüchern und Veröffentlichtungen werden extreme Trainingsumfaänge angegeben. Andererseits gehen die Informationen von Weltklasseathleten zum Trainingsumfang sehr weit auseinander. Die Vergangenheit hat gezeigt, daß der Schlüssel zum Erfolg kein extremer Trainingsumfang ist.
Lösung des Problems: Verzicht auf die Planung des Jahres- oder Mehrjahreszumfanges und Bestimmung von wissenschaftlich überprüften Trainingsparametern für einzelne Trainingseinheiten unterschiedlichen Leistungsniveaus. Berechnung des Jahresumfanges als Summe der Einzelumfänge. (Das Konzept wird gegenwärtig in einem Experiment überprüft und brachte ausgezeichnete Ergebnisse.)
2. Bioenergetische Aspekte
Ein weiterer zweifelhafter Aspekt ist das Verbinden von Trainingsbelastungen mit der Anzahl der absolvierten Strecken und Wiederholungen. Die bioenergetischen Prozesse, die im Organismus des Sportlers ablaufen, sind aber niemals direkt mit der Länge der Abschnitte verbunden, sondern nur mit dem Fakt, daß vom Sportler eine Anzahl von Wiederholungen verlangt wird, um eine genau bestimmte Distanz abzusichern. Folglich besteht der Bedarf nach einem "zweidimensionalen" Herangehen an die Vorbereitung von Wettkämpfen. Der Sportler hat also die bioenergetischen Hauptsysteme zu verbessern und gleichzeitig müssen die Vorbereitungsmethoden auf die Adapatation einer bestimmten Strecke gerichtet sein. Der erste Aspekt ist dabei der wichtigere.
Die genannten Prinzipien erfordern eine exakte Definition der Grenzen der bioenergetischen Zonen in Zeit oder Raum (die in der Literatur sehr unterschiedlich ausfallen), ohne die ein großer Umfang von überflüssiger Trainingsarbeit entsteht.
Der Autor schlägt die Erarbeitung eines integralen Laufbelastungssystems vor, das auf einheitlichen Grundparametern basiert und entsprechend den Anforderungen der einzelnen Leistungsstufen sowie unterschiedlichen Anforderungen verschiedener technischer LA-Disziplinen angepaßt ist.
Er verweist auf die Notwendigkeit einer methodologischen Reformierung, wenn die Leistungen der Läufern (im Land) wieder internationalen Standard erreichen sollen. Es sei höchste Zeit, überflüssige Trainingsumfänge auszuschließen.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | endurance sports |
| Published in: | Modern Athlete & Coach |
| Language: | English |
| Published: |
1998
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| Edition: | Adelaide 36(1998)2, S. 33 - 36 |
| Document types: | article |
| Level: | advanced intermediate |