Anaerobic power and development of fatigue in freestyle sprint swimming

(Anaerobe Leistung und Enstehung von Ermüdung bei Freistil-Sprintern)

Tab. 1 zeigt typische Varianten der Renngestaltung in einem 100-m-Freistilsprint.Generell werden in dieser Disziplin die höchsten Geschwindigkeiten zu Rennbeginn erzielt (zwischen 95 und 100% des indiv. Maximums). Im letzten Viertel des Rennens liegen die Werte zwischen 85 und 90% . Offensichtlich bestimmen metabolische Muskelverhältnisse die individuell optimale Rennstruktur. Ziel der Studie war die Beschreibung der Wechselbeziehung zwischen Schwimmleistung und einem Test der anaeroben Leistungsfähigkeit an Land zur Entwicklung von Möglichkeiten für eine spezifische anaerobe Leistungsdiagnostik in einem Standard-Test an Land. Methode: 42 Sportlerinnenn und Sportler der deutschen Schwimm-Nationalmannschaft absolvierten Tests auf der Biokinetikbank (eine Minute auf Stufe 5). Zusätzlich wurde für einge Sportler die 50- und 100-m-Freistilgeschwindigkeit analysiert. Ergebnisse: Abb. 2 faßt die Ergebnisse zusammen. Es gibt Sportler sowohl mit einer hohen als auch solche mit einer geringeren Konformität zwischen den Intensitäten im Wasser- und im Landtest. Eine hohe Konformität ist ein Zeichen dafür, daß die Schwimmleistung stark von der anaeroben Kapazität der Arbeitsmuskeln beeinflußt wird. Die Konformität wächst, wenn beide Tests nur mit einem kleinen Zeitintervall ausgeführt werden. Eine Verringerung der Intensität im Land-Leistungstest charakterisiert das Niveau des anaeroben glykolytischen Metabolismus. Hier wurden individuelle Unterschiede gefunden, Ebenfalls wurden Variationen in der Intensität bei den Biokinetikbank-Tests im Jahresverlauf gefunden. Dies ist Ausdruck für Variationen der metabolischen Muskeleigenschaften. Landtests auf der Schwimmbank können dem Sportler helfen, mehr über die metabolischen Eigenschaften seiner Muskeln zu erfahren. Für einen Vergleich der Leistung beim Schhwimmen und im Landtest ist das Heranziehen relativer Werte in Form der Intensität in Bezug zum Maximum erforderlich. Unterschiede in der Schwimm-Endzeit sind das Ergebnis niedrigerer Geschwindigkeiten zu Rennbeginn und/oder einem stärkeren Geschwindigkeitsrückgang im Rennverlauf. Letzterer ist das Ergebnis von Muskelermüdung.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 424-427, 2 Abb., 1 tab., 5 Lit.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel