Overtraining and recovery in elite athletes: Extension of a model to identify indicators of overtraining

Zielstellung: Erweiterung von vorangegangenen Forschungen zu Indikatoren des Übertrainings bei Schwimmern auf andere Sportler und Trainingssituationen. Fragestellungen: 1.Kennzeichnen die Indikatoren des Übertrainings bei Schwimmern, die in vorangegangenen Untersuchungen ermittelt wurden, auch das Übertrainings anderer Sportler (Läufer und Radfahrer)? 2. Sind die täglichen Selbsteinschätzungen des "Wohlbefindens"(Ermüdung, Muskelkader, Stress, Schlaf) zuverlässige Prädiktoren des Übertrainings? 3. Kann der Noradrenalinspiegel im Urin als Diagnose und möglicher Prädiktor für Übertraining verwendet werden? 4. Korrelieren die Veränderungen in den antiviralen und nichtspezifischen Immunparametern mit dem Auftreten von Übertraining und/oder Erkrankung während intensiven Trainings? 5. Können Stresssteuerungsverfahren die psychologischen und physiologischen Reaktionen des Sportlers auf intensives Training modifizieren und somit möglicherweise Übertraining vorbeugen? Das Projekt bestand aus 3 Teilstudien: Studie 1: Untersuchung von 12 Läufern (6 Frauen, 6 Männer) und 14 Radsportlern (5 Frauen, 9 Männer) während ihrer normalen Trainings- und Wettkampfsaison, Tests zu 5 Zeitpunkten ( Anfang, Mitte, Ende der Saison, während eines Tapering vor dem Hauptwettkampf und nach dem Wettkampf). Studie 2: Untersuchung von 12 Schwimmern während eines 4wöchigen intensiven Trainings (Übertraining) mit Tests vor, in der Mitte und am Ende der Periode. Studie 3: Gleichzeitig mit Studie 2 wurden zusätzlich 12 Schwimmer gleichen Alters und Geschlechts untersucht, die Stresssteuerungsverfahren während der intensiven Trainingsperiode anwendeten. Ergebnisse Studie 1: - Bei allen untersuchten Probanden traten häufig Infektionen der oberen Luftwege (URTI)auf, ungeachtet ob sie Anzeichen von Übertraining zeigten. - Die Immunparameter unter Ruhebdingungen unterschieden sich nicht zwischen über- und guttrainierten Sportlern. - Einige Immunvariablen veränderten sich während der Wettkampfsaison. Es wurden jedoch keine Beziehungen zwischen den in Ruhe gemessenen Veränderungen und dem Auftraten von URTI festgestellt. - Die Plasmaspiegel der Stresshormone (Noradrenalin, Kortisol), der von freiem Testosteron und das Verhältnis von freiem Testosterin zu Kortisol (FTCR) veränderten sich während der Saison nicht und waren zwischen über- und guttrainierten Sportlern nicht verschieden. - Das Modell zur Ermittlung und Voraussage von Übertraining, entwickelt bei Schwimmern, unterscheidet nicht deutlich übertrainierte von guttrainierten Läufern und Radsportlern. - Die hämatologische Variablen unterscheiden nicht übertrainierte und guttrainierte Sportler. - Die verschiedenen Immun- und physiologischen Parameter veränderten sich zwischen über- und guttrainierten Radsportlern mehr als bei Läufern.Eine mögliche Erklärung dafür ist, daß die Radsportler größere Trainingsumfänge pro Woche aufweisen. Ergebnisse Studie 2 und 3: - Übertrainierte Schwimmer wiesen höhere Stress- und schlechtere Schlafeinschätzungen als guttrainierte Schwimmer auf. Die häufige Kontrolle der Tageseinschätzungen zum "Wohlbefinden"sind insbesondere während intensiven Trainings nützlich, umÜbertrainingszustände frühzeitig zu erkennen. - Die Urinausscheidung und der Plasmaspiegel von Noradrenalin (NAd)korrelierte signifikant während des kurzzeitigen Übertrainings. Die NAd-Ausscheidung war bei übertrainierten Schwimmern geringer im Vergleich mit guttrainierten Schwimmern. - Das Auftreten von URTI war bei übertrainierten Schwimmern geringer. - Übertraining war nicht mit Veränderungen in den Immunvariablen verbunden, obwohl sich einige Variablen im Verlauf der Übertrainingsperiode veränderten. - Männliche und weibliche Schwimmer reagierten in einigen hämatologischen Variablen unterschiedlich auf intensives Training. Die hämatologischen Variablen, einschließlich Serum-Ferritin, unterschieden sich zwischen über- und guttrainierten Schwimmern nicht. - Das Durchführen von Stresssteuerungsverfahren hatte keinen Einfluß auf die meisten Variablen, einschließlich URTI und Übertraining und Hormonreaktionen auf Übertraining. Lediglich unterstützte sie die Sportler, das Ermüdungsniveau während intensiven Trainings unter Kontrolle zu halten.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences endurance sports
Language:English
Published: 1996
Edition:Queensland: University of Queensland, Department of Human Movement Studies, 1966. - 52 S.
Document types:research paper
Level:advanced intermediate