3026279

Support scull kinematics in elite synchronized swimmers

Das spezifische Anliegen der Untersuchung bestand darin, die kinematischen Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen den Leistungen im Stützarmzug bei der Figur "Kran" und der beidbeinigen Stützposition von drei Synchronschwimmerinnen der Spitzenklasse zu analysieren. Als Probanden wurden drei Mitglieder der USA-Nationlamannschaft eingesetzt. Die Auswahl der Probanden erfolgte unter dem Gesichtpunkt des prozentualen Körperfettanteils der Sportlerinnen (eine niedrig, eine mittel und eine hoch). Mit zwei Unterwasserkameras wurden die Probanden mit 60 Hz aufgenommen. Dann wurden drei Zugzyklen von jedem Probanden digitalisiert. Potentiell interessante kinematische Kennzeichen (z.B. Zykluszeit, Kopfbewegung in beiden Ebenen, resultierende Richtungen, Bewegungsumfang des Oberarms, des Unterarms und des Handgelenks, horizontale und vertikale Geschwindgkeit des Handgelenks) wurden quantifiziert und in Koordinatensysteme überführt. Von den Kampfrichtern wird im Synchronschwimmen die Stabilität der Körperpositionen während der Übungen bewertet. Deshalb wurde für die Untersuchung die Kopfposition als ein Indiz dafür untersucht. Die Veränderungen in der Kopfposition betrugen 2.6 bis 5.9 cm, wobei die Beträge der X-, Y- und Z-Achse ungefähr gleich waren. Angetrebt wird vom Nationalmannschaftstrainer ein Betrag von unter 4 cm. Es wurden für die untersuchten Probanden auch kinematische Unterschiede zwischen den analysierten zwei Positionen festgestellt. Das betraf sowohl die vertikale Bewegung der Handgelenke (2.9, 5.3 bzw, 5.9 cm) beim Vergleich zwischen den beiden analysierten Positionen. In der "Kran"-Position gibt es einen etwas größeren Bewegungsradius in den X- und Z-Ebene als beim beidbeinigen Stütz. Die Geschwindigkeitskurven zeigten beim beidbeinigen Stütz ebenfalls größere Amplituden. Das ist logisch, da bei der erstgenannten Übung nahezu das doppelte Gewicht über der Wasseroberfläche gehalten werden muß. Beim beidbeinigen Stütz wurden ebenfalls kürzere Zugzeiten, d.h. eine höhere Zuggeschwindigkeit ermittelt. Als bedeutsam erwies sich ebenfalls die "Floatability" (Schwimmfähigkeit) der Probanden, die sehr eng in Zusammenhang mit dem prozentualen Fettanteil und der Anthropometrie der unteren Extremitäten gesehen wird. Je leichter diese Körperteile sind, desto weniger Kraft ist erforderlich, um sie über Wasser zu halten. Abschließend wird auf eine Besonderheit verwiesen, die darin bestand, daß eine Probandin ihre Unterarme enger an horizontalen Ebene halten konnte als die anderen beiden (0-23 bzw. 0-26 Grad im Vergleich mit 0-47 bzw. 0-40 und 0-44 bzw. 0-43 Grad), wodurch der Eindruck entstehtm, daß die erste Sportlerin die Übung leichter, mit geringerer Anstrengung absolviert.
© Copyright 1995 ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz). Springer. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences technical sports
Published in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Language:English
Published: 1995
Edition:Thunder Bay: Lakehead University (Hrsg.), 1996. - S. 44 - 47: 1 Lit.
Document types:congress proceedings
Level:advanced intermediate