Changes in blood viscosity during long training runs and during a competitive marathon
Untersuchungen mit Ruderern (Telford, 1994) haben ergeben, dass es eine umgekehrte Proportionalität zwischen der Blutviskosität und der Leistung von Ausdauersportlern gibt. Die Blutviskosität wird durch den kombinierten Einfluss der Plasmafluidität und der Deformierbarkeit der roten Blutkörperchen bestimmt. Ziel der Untersuchung war es, die Veränderungen der Viskosität zu untersuchen, die bei einem langen Trainingslauf und bei einem Wettkampf im Marathonlauf auftreten und die Veränderungen in Beziehung zu anderen Kennzeichen zu setzen, die Einfluss auf Blutviskosität und Leistung haben. Als Probanden beteiligten sich 30 Läufer aus Sportvereinen Canberras an der Untersuchung. Es wurden physiologische und hämatologische Werte unter Laborbedingungen erhoben, wie auch der Eisenstatus ermittelt wurde. Als Tests wurde einerseits ein 24- bis 30-km-Lauf absolviert und andererseits beteiligten sich die Probanden am Canberra Marathon. Unmittelbar vor und nach der Belastung wurde das Körpergewicht ermittelt und es wurden venöse Blutproben entnommen. Es wurde die Konzentration von Plasmahaptoglobin und Bilirubin ermittelt. In Tabelle 1 sind die ermittelten Werte summarisch dargestellt. Es wurde ein signifikanter Abfall des Körpergewichts festgestellt (sowohl Training als auch Wettkampf). Nach dem Training war er sogar noch größer als im Wettkampf. Obwohl die Blutviskosität und die Plasmaviskosität in beiden Läufen anwuchsen, waren die Veränderungen nach dem Trainingslauf höher als nach dem Wettkampf. Nach dem Trainingslauf wurde auch ein signifikanter Anstieg des Hämatocrits festgestellt. Eine Regressionsanalyse ergab eine starke positive Beziehung zwischen den belastungsinduzierten Veränderungen der Blutviskosität und der Marathonzeit (P=0.03). Bei beiden Läufen stieg die Plasmakonzentration von Bilirubin an, während die Hatoglobinkonzentration abfiel. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass die Erhaltung einer niedrigen Blutviskosität beim Marathonlauf die Leistung verbessern kann. Als prinzipieller Mechanismus, durch den die Blutviskosität verändert wird, wird die Dehydration angenommen.
© Copyright 1996 Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995. Published by Eigenverlag. All rights reserved.
| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences endurance sports |
| Published in: | Australian conference of science and medicine in sport, Hotel Grand Chancellor, Hobart 17-20 October 1995 |
| Language: | English |
| Published: |
Hobart
Eigenverlag
1996
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| Pages: | 224-225 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced intermediate |