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Average resultant impulse per phase in swimming: A tool for technical analysis

Das Ziel der Studie bestand darin, den Zusammenhang zwischen dem mittlerer resultierenden Impuls (ARI), der aus der Kinematik des Hüftpunktes ermittelt wird, der Schwimm-Ökonomie und der Wettkampfleistung im Kraul- und Rückenschwimmen zu ermitteln. Als Probanden wirkten 12 guttrainierte Schwimmer an den Untersuchungen mit. Sie absolvierten 2 submaximale 250-m-Abschnitte mit steigender Intensität mit 75 bzw. 85% der maximalen Geschwindigkeit für diese Strecke sowie 1x400m maximal. Die O2-Aufnakhme wurde anhand der innerhalb von 8 s nach Beendigung jedes Tests ausgeatmeten Luft ermittelt. Während jedes Versuchs sollte das Tempo konstant gehalten werden. Die Schwimmökonomie wurde aus dem Quotienten zwischen VO2 und der Schwimmgeschwindigkeit berechnet. Während des 400-m-Versuchs erfolgten Unterwasser-Video-Aufnahmen. Abb. 1 zeigt die Varianz des ARI innerhalb der Probandengruppe Abb. 2 zeigt typische Variationen des ARI je Phase für drei Probanden Schlußfolgerungen: Im Freistilschwimmen kann der nachteilige Effekt höherer ARI in der Downsweep-Phase durch einen zu frühen Druck auf das Wasser beim Armzug oder schlechte Synchronisation erklärt werden. Im Freistilschwimmen scheinen die ARI-Werte der Insweep-Phase ein guter Leistungsvoraussage-Parameter zu sein. Im Rückeschwimmen sind, obwohl in der Upsweep-Phase die höchsten positiven ARI errreicht werden, die in der Downsweep-Endphase erreichten Werte der zwischen leistungsstarken und leistungsschwächeren Schwimmern unterscheidende Faktor, sowohl was die Schwimmökonomie als auch die Wettkampfleistung anbelangt. Die nützlichste Anwendung des Parameters ARI je Phase besteht in der Möglichkeit der Durchführung quantitativer Diagnosen der individuellen Leistung, die immer mit den aufgezeichneten Bildern gemeinsam betrachtet werden sollte, um eine kausale Verbindung zwischen Geschwindigkeit, Beschleunigung und ARI sowie den Bewegungsmerkmalen herzustellen bzw. zu ermitteln. Erfolg im Spitzenbereich des Schwimmens wird in erster Linie durch Technik als durch Kraft oder Ausdauer bestimmt (Voraussetzung: Die organischen Adaptationen an die Belastungen befinden sich im Grenzbereich). Der Parameter ARI ist ein diagnostisches Mittel zur Optimierung der Bewegungskoordination, der Körperhaltung beim Schwimmen sowie der Schwimmechanik im individuellen Techniktraining.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences endurance sports
Published in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Language:English
Published: 1996
Edition:Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 281-284, 2 Abb., Lit.
Document types:book
Level:advanced intermediate