3025365

Nontraumatic glenohumeral instability and coracoacrominal impingement in swimmers

(Nichttraumatische glenohumerale Instabilität und korakoakrominale Verletzungen bei Schwimmern)

Schwimmer im Spitzenbereich trainieren wöchentlich 20 bis 30 Stunden. Im Laufe eines Trainingsjahres absolvieren sie im Hochleistungssport mehr als 500 000 Armzüge mit jedem Arm. Diese immens hohe Zahl von Wiederholungen über viele Jahre harten Trainings und das zunehmend stärker gestörte muskuläre Gleichgewicht im Schultergürtel scheinen die ätiologischen Hauptursachen für das Auftreten des Überlastungssyndroms der Schwimmerschulter zu sein. Schulterbeschwerden von Schwimmern sind im allgemeinen synonym als korakoakrominale Verletzungen, d.h. als Schulterbeschwerden im vorderen Bereich verursacht durch eine Sehnenentzündung der Rotationsmanschette betrachtet worden. Neuere Erkenntnisse besagen allerdings, daß zusätzlich zu dieser Ursache die glenohumerale Instabilität eine Rolle spielt. Die bisher vorgelegten Untersuchungsergebnisse besagen, daß diese komplexen Probleme so früh wie möglich diagnostiziert werden sollten und eine funktionale Rehabilitation der Muskulatur des Schultergürtels einschließlich der skapularen Muskeln begonnen werden sollte, um das muskuläre Gleichgewicht wieder herzustellen. Die chirurgischen Möglichkeiten umfassen eine subacrominale Dekompression für Fälle, in denen es sich ausschließlich um mechanische Verletzungen handelt. Wenn es auch nach intensiver funktioneller Rehabilitation noch zu einer schmerzhaften glenohumeralen Instabilität kommt, kann eine Rekonstruktion des vorderen Teils der Kapsel vorgenommen werden. Langzeitstudien belegen aber, daß chirurgische Eingriffe bei Leistungssportlern weniger von Erfolg gekrönt sind. Hier sollte vielmehr in vorbeugende Maßnahmen investiert werden, zu denen die Ausbildung der Trainer in der Verletzungsprohylaxe und die Intensivierung des Krafttrainings mit Widerständen für Schwimmer im präpuberalen Alter gezählt werden. Betont werden sollte dabei die Verbesserung des muskulären Gleichgewichts um die glenohumeralen und skapulothorakalen Gelenke. - Autorreferat -
© Copyright 1996 Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports. Wiley. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:Scandinavian Journal of Medicine & Science in Sports
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Jahrgang:6
Heft:3
Seiten:132-144
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel