Gastrointestinal symptoms among runners and swimmers

Während des Trainings und besonders während des Wettkampfes klagen Sportler oft über gastrointestinale Symptome. Es wurden 22 Schwimmer (Alter: 21.3+/-3.2 Jahre, 9.9+/-2.9 TE/Woche, Trainingsumfang 48.1+/-18.1 km) und 31 Läufer (35.0+/-10.2 Jahre, 6.0+/-2 TE/Woche, 81.9+/-19.5 km/Woche) mit gastrointestinalen Symptomen befragt. Ergebnisse: Während des Trainings klagen Läufer hauptsächlich über Stuhldrang, zweitens erhöhte Peristase, erhöhter Stuhlgang und Durchfall, d.h. Symptome des unteren Gastrointestinaltraktes. Schwimmer berichten an erster Stelle über erhöhtes Sodbrennen, zweitens über Aufstoßen und drittens über Völlegefühl und Übelkeit. Diese Symptome sind hauptsächlich im oberen GI-Trakt lokalisiert. In beiden Sportarten treten die meisten der Symptome während intensiver Trainingseinheiten auf (Schwimmen 7.0%, Laufen 71.4%). Die Symptome der Läufer während des Trainings unterscheiden sich nur wenig von denen während des Wettkampfes. Ähnlich sind auch die Symptome der Schwimmer vor dem Wettkampf. Zusätzlich treten nach dem Wettkampf oft Magenkrämpfe und Übelkeit auf. Es wird geschlußfolgert, daß das Aufprallen eine Ursache für die erhöhte Beweglichkeit des unteren GI-Traktes bei Läufern ist. Bei den Schwimmer kann die horizontale Körperlage für die Symptome des oberen GI-Traktes verantwortlich sein. Verkrampfung der glatten Muskulatur oder Hypoperfusion der Mesenterialarterien können mögliche Erklärungen für die Beschwerden während des Wettkampfes sein.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences endurance sports
Published in:International Journal of Sports Medicine
Language:English
Published: 1996
Edition:Stuttgart 17(1996)Suppl.1, S. S52
Document types:article
Level:advanced intermediate