Schneller schwimmen. Die Trainingspläne für Schwimmer und Triathleten
Die Erstellung von Trainingsplänen ist Kunst und Handwerk zugleich. Das Wissen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen von der Trainingswissenschaft und Sportmedizin bis zur Biomechanik und Sportspsychologie kombiniert mit den Erfahrungen der Vergangenheit und neuen Ideen für die Weiterentwicklung bisheriger Pläne werden zusammengeführt, mit der aktuellen Leistungssituation des einzelnen Sportlers oder einer Mannschaft abgeglichen, Ergebnisse von Wettkämpfen und von leistungsdiagnostischen Untersuchungen mit einbezogen, um den Plan für den nächsten Tag, für die nächste Woche oder den nächsten Trainingszyklus (sei es ein Mikro-, Meso- oder Makrozyklus) zu entwerfen. Natürlich gilt es, bei der Trainingsplanung sowohl allgemeine trainingswissenschaftliche als auch sportart- oder disziplinspezifische Aspekte zu beachten. Insgesamt ist das eine komplexe Aufgabe, für die natürlich gerne auch Anregungen von anderen genutzt werden.
Und für Freiwasser-, Master- und Fitnessschwimmer sowie für Triathleten bietet Holger Lüning in seinem Buch nicht weniger als 160 Pläne für Trainingseinheiten. Um eine Orientierung in dieser Sammlung zu ermöglichen, wurden sie inhaltlich nach den Schwerpunkten
- Regeneration und Kompensation
- Grundlagenausdauer 1
- Grundlagenausdauer 1-2
- Grundlagenausdauer 2
- Wettkampfausdauer
- Schnelligkeitsausdauer
- Schnelligkeit und
- Schwimmtechnik
untergliedert. Für jeden der Schwerpunkte werden klare Trainingsziele benannt und damit zusammenhängende Intensitätsbereiche definiert. Die einzelnen Trainingseinheiten wiederum gliedern sich standardmäßig in einen Auftakt mit Einschwimmen, einem Abschnitt, der dem Techniktraining gewidmet ist, dem trainingsmethodischen und auch zeitlichen Hauptteil (hier werden oftmals Inhalte von mehreren Trainingseinheiten kombiniert) sowie dem Abschluss mit dem Ausschwimmen. In Anlehnung an typische Prozesse der Trainingsplanung, die von längeren Trainingsphasen "herunter gebrochen" werden auf kürze Phasen bis hin zur einzelnen Trainingseinheit, diskutiert der Autor eingangs, welche Trainingsinhalte insbesondere im Hauptteil kombiniert werden können. Dabei geht es um Fragen der Trainingsbelastung hinsichtlich Umfang und Intensität (überprüft anhand der Herzfrequenz), die abgestimmt sein sollte und um optimale Umfangswerte pro Trainingseinheit insgesamt. Die vorgestellten Trainingsprogramme für den Hauptteil variieren dabei zwischen 200-600 m (zum Beispiel im Schnelligkeitstraining) und 1.000-3.000 m (zum Beispiel im Grundlagenausdauertraining 1) je nach Trainingsziel. Für die erforderliche Pausengestaltung innerhalb und nach dem Hauptteil werden ebenfalls Empfehlungen ausgesprochen. Entsprechend der Spezifik des Techniktrainings werden hier die Umfänge bewusst gering gehalten, wird dafür eine detailliertere Orientierung auf technische Details des Schwimmens gelegt.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | training science endurance sports |
| Language: | German |
| Published: |
Hamburg
Spomedis Verlag
2011
|
| Edition: | Hamburg: Spomedis, 2011.- 59 S. |
| Pages: | 59 |
| Document types: | book |
| Level: | intermediate |