Entwicklung eines Verfahrens zur laktatgestützten Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung im Ausdauerbereich für freizeit- und gesundheitssportorientierte Läufer
Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung sind seit vielen Jahren im Spitzensport nicht mehr wegzudenkende Mechanismen, um gezielt und bewusst auf die Leistungsentwicklung von Sportlerinnen und Sportlern Einfluss nehmen zu können. Zunehmend verlagert sich ihr Einsatzgebiet aber ebenso in den Bereich des Fitness- und Freizeitsports, um insbesondere die Ausdauerleistung korrekt erfassen und entwickeln zu können. Bisher wurde für deren Ermittlung in den meisten Fällen Tests mit Belastungsintensitäten an der Dauerleistungsgrenze (unter Nutzung von Stufentests und Laktatdiagnostik) genutzt. Kritiker dieser Verfahren verweisen regelmäßig auf die Komplexität biochemischer Reaktionen, die nicht genügend Eingang in diese Verfahren finden würden.
Mit der vorliegenden Arbeit wendet sich der Autor der Entwicklung eines Tests der Ausdauerleistungsfähigkeit für den Fitness- und Gesundheitssport zu, dessen Ergebnisse die Grundlage von Empfehlungen für die Belastungsintensität bzw. Trainingssteuerung von Sportlern (in diesem fall Läufer) darstellen kann.
Das vorgeschlagene Vorgehen besteht aus zwei Tests: Eingangs einem Stufentest mit standardisiertem Belastungsprotokoll (1° Neigung des Laufbands, Beginn der Laufbelastung bei 6kmh und Steigerung um 1,5 kmh jeweils nach 3 Minuten, zwischen den Stufen 30 Sekunden Pause, Abbruch bei einer Herzschlagfrequenz von 220 - Lebensalter) zur Ermittlung der Laktatschwellen gefolgt von einem Laktatschwellentest, bei dem jeweils 9 Minuten bei den vier festgestellten Schwellen der Dauerleistungsgeschwindigkeit gelaufen werden musste. Ein abschließender Feldtest überprüfte die Übertragbarkeit der unter Laborbedingungen ermittelten Werte auf Feldbedingungen (30 Minuten Dauerlauf).
Im Ergebnis wird festgestellt, dass für den Freizeit- und Gesundheitssport der Stufentests geeignet ist und sich zu einem Standard entwickeln kann. In gleicher Weise erwiesen sich auch die ermittelten Geschwindigkeiten für Dauerleistungstests als geeignet. In der Zusammenschau unterstreicht der Autor nochmals die Aussagekräftigkeit von Laktat-Leistungskurven, die unter standardisierten Laborbedingungen ermittelt wurden. Sie stellen ein praktikables Verfahren der Leistungsdiagnostik dar. Wenn diese Trainingsempfehlungen zu Grunde gelegt werden sollen, empfiehlt der Autor aber die Ergänzung dieses Tests mit dem von ihm entwickelten Verfahren zur Bestimmung der individuellen maximalen Dauerleistungsgrenze.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | leisure sport and sport for all biological and medical sciences |
| Language: | German |
| Published: |
München
GRIN Verlag
2005
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| Edition: | München: GRIN Verlag, 2005. - 135 S. |
| Pages: | 135 |
| Document types: | book |
| Level: | advanced |