Denken und Handeln im Wettkampf. Zur Bedeutung bewegungsbezogener Aufmerksamkeitszuwendungen für die Leistung von Spitzensportlern

Die vorliegende Arbeit wurde an der Universität Heidelberg erfolgreich als Dissertation eingereicht. Die Autorin wendet sich dabei dem Techniktraining zu und sucht nach Möglichkeiten, dessen Qualität weiter zu steigern. Dies erscheint umso notwendiger, da kaum mit einer Erhöhung des Trainingsumfangs zu rechnen ist. Dabei macht sie sicher verdient um die Erschließung und kritische Betrachtung theoretischer Denkansätze zu Beziehungen zwischen Denken und Handeln und deren Anwendbarkeit auf die speziellen Bedingungen des leistungssportlichen Trainings und Wettkampfs. Parallel dazu befragte sie insgesamt 187 Trainer (darunter 31 Bundestrainer), um daraus Prinzipien für ein leistungssportliches Techniktraining abzuleiten. Eines dieser Prinzipien - das Prinzip der optimalen Aufmerksamkeitszuwendung - wurde dann Gegenstand weitergehender Überlegungen und Untersuchungen. Dabei geht es sowohl darum, dass Sportler im Rahmen des Techniktrainings ihre Aufmerksamkeit auf Schlüsselstellen zu richten, als auch auf die optimale Focussierung der Aufmerksamkeit in Wettkampfsituationen. Gerade die Wettkampfsituation wird durch die Experten sehr widersprüchlich reflektiert, woraus ein wissenschaftlicher Klärungsbedarf abgeleitet wurde. Dazu wurde ein Modell zum Einfluss bewegungsbezogener Kognitionen auf die sportliche Leistung im Wettkampf entwickelt, dem primär psychologische Theorien zu Grunde gelegt wurden. Wissenschaftliche Ansätze zur Motivations- und Kognitionspsychologie spielten dabei ebenso eine Rolle wie handlungstheoretischen Betrachtungen. Das entwickelte Modell wurde im Rahmen empirischer Untersuchungen einer Prüfung unterzogen, die sich auf hochgeübte motorische Abläufe, wie sie für den Leistungssport typisch sind, bezogen. Ziel war es dabei, die Wechselwirkungen von Denken und praktischem Handeln in der aktuellen Handlungsregulation in sporttypischen Situationen zu untersuchen und der Frage nach einem Zusammenhang zwischen handlungsbegleitenden, bewegungsbezogenen Kognitionen und der sportlichen Leistung nachzugehen. Dabei konzentrierte sich die Autorin auf die Sportarten Basketball und Skispringen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Sozial- und Geisteswissenschaften Trainingswissenschaft
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Schorndorf 2003
Ausgabe:Schorndorf: Verlag Karl Hofmann, 2003.- 214 S. (Reihe Junge Sportwissenschaft, Bd. 6)
Schriftenreihe:Reihe Junge Sportwissenschaft, 6
Seiten:214
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel