Biomechanische Technikanalyse zum Skiaufkantwinkel im Skisprung

(Biomechanical technique analysis of uphill angle in ski jumping )

In Rahmen des Serviceprojektes wurden die resultierenden Skiwinkel primär über die gesamte Flugzeit betrachtet. Unter Beachtung der unterschiedlichen Flugphasen eines Skisprunges (Übergangsphase, stabile Flugphase, Landevorbereitung und Landung) ist die Skikinematik für eine noch detailliertere Technikanalyse phasenabhängig zu analysieren. Aufgrund verschiedener Flugtechniken basierend auf u. a. differierenden anthropometrischen Eigenschaften der Athleten sowie in Abhängigkeit von unterschiedlichen Schanzengrößen/ -profilen und äußeren Bedingungen (Wind, Luftdruck, Luftfeuchte) muss die Interpretation der resultierenden Skiwinkel individuell und in Bezug auf den Körper unter biomechanischen Gesichtspunkten (Körper-Ski-System) erfolgen. Zudem ist entscheidend, spezifische Parameter in Abhängigkeit der Flugzeit und Sprungweite zu betrachten. Daher gilt es, Einzelsprünge zeitlich zu normalisieren, um Parameter direkt vergleichbar zu machen. Bei der Interpretation von Absolutwerten der Skiwinkel ist ein Vergleich mit Spitzensportlern erforderlich, um etwaige Unterschiede auszumachen. Aufgrund der dreidimensionalen Stellung der Ski im Luftraum ist für deren komplette Lagebeschreibung neben dem Skiaufkantwinkel (Longitudinalachse) ebenso der Skianstellwinkel (Horizontalachse) sowie der Ski- bzw. V-Öffnungswinkel (Sagittalachse) zu berücksichtigen. Da sich in Abhängigkeit der Skiführung während des Fluges alle drei Winkel gegenseitig beeinflussen, ist das Flugsystem stets als komplexes Gesamtabbild zu betrachten, welches im Detail nur schwer zu analysieren ist.Die Quantifizierung der Skiwinkel ist letztendlich nur dann sinnvoll, wenn ein Bezug zur Leistung (Sprungweite) hergestellt wird und diese kausal interpretiert werden kann (z. B. verschiedene Skibindungssysteme). Im Rahmen des Serviceprojektes stand zunächst die Erfassung des Ist-Zustandes in Bezug auf bewegungstechnische Fertigkeiten sowie individuelle Materialabstimmung von Nachwuchsathleten im Vordergrund, um danach über bestimmte Maßnahmen insbesondere im Bereich technologischer Ansätze eine Optimierung der Skiwinkel vorzunehmen. (vom Autor übern. gek.)
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science technical sports strength and speed sports technical and natural sciences
Published in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2016/17
Language:German
Published: Hellenthal Sportverlag Strauß 2018
Online Access:http://my.page2flip.de/2895682/14185088/14185117/html5.html#/265
Pages:263-268
Document types:article
Level:advanced