4025074

Erfassung der Stabilität des motorischen Programmes der Schussauslösung im Recurve-Bogenschießen

(Stability recognition of inmotor skills at shot time in recurve archery)

Der Bewegungsablauf eines Schusses mit einem bei Olympischen Spielen verwendeten Recurve-Bogen lässt sich von außen betrachtet folgendermaßen beschreiben: der Schütze spannt den Bogen, indem er den Pfeil bis zu einem am Bogenmittelteil angebrachten kleinen Metallplättchen zieht (dem sogenannten Klicker), in dieser Position (der Schussauslage) fixiert und zielt. Hierauf zieht er den Pfeil über den Klicker und schießt den Pfeil ab (vgl. Edelmann-Nusser, 2005, S. 77). Untersuchungen zur Bewegungsregulation beim Bogenschießen haben gezeigt, dass Schützen auf hohem nationalen bzw. internationalen Niveau das motorische Programm der Schussauslösung im Sinne einer Open-Loop-Bewegung bereits vor dem Moment des Klickerns initiieren. Das Geräusch des Klickers beim Berühren des Bogenmittelteils dient demnach nicht als Feedback für die Auslösung des aktuellen Schusses (Edelmann-Nusser, 2005, S. 101). Bezüglich der Bewegung des Bogens während des Zielvorganges scheinen stabile Muster mit kleineren Haltefenstern sowohl bei Trajektorien des Zielpunktes (Gruber et al., 2002) als auch des Bogens selbst (Edelmann-Nusser et al., 2008) eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für hohe Trefferquoten zu sein. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung ist es, den Einfluss der Stabilität der Open-Loop-Bewegungsausführung beim Lösevorgang auf die mittlere Trefferquote zu untersuchen.
© Copyright 2011 Sportinformatik trifft Sporttechnologie. 8. Symposium der dvs-Sektion Sportinformatik in Kooperation mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Sporttechnologie vom 15.-17. September in Darmstadt. Published by TU Darmstadt, Institut für Sportwissenschaft. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical sports technical and natural sciences
Published in:Sportinformatik trifft Sporttechnologie. 8. Symposium der dvs-Sektion Sportinformatik in Kooperation mit der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Sporttechnologie vom 15.-17. September in Darmstadt
Language:German
Published: Darmstadt TU Darmstadt, Institut für Sportwissenschaft 2011
Pages:158-160
Document types:article
Level:advanced