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Teknikanalys: Världselit i bagskytte

(Technikanalyse der Weltspitze im Bogenschießen)

Als Probanden für die Untersuchung dienten die Olympiasiegerin Youn Jeong Cho (Korea) und die 5. bei den OS 1988 J. Sjöwall (Schweden). Ziel der Untersuchung war es, Übereinstimmungen und Unterschiede im Bewegungsablauf zwischen diesen beiden Spitzensportlern festzustellen. Damit sollte auch versucht werden, ein generelles Modell für die Technikanalyse zu entwickeln. Die dreidimensionale Bewegungsanalyse mit APAS wurde an der Sporthochschule Stockholm durchgeführt, wobei parallel Bewegungsmuster, Kraftentwicklung und Muskelaktivität aufgezeichnet wurden. Die Aufnahmen der Sportlerinnen wurden mit zwei Kameras mit einer Bildfrequenz von 60 Bildern pro Sekunde gemacht. Die Probanden erhielten an stzrategisch wichtigen Punkten Marker, die für die Digitalisierung eingesetzt wurden. Die Schützen standen mit beiden Füßen auf einer Kistler-Kraftmeßplattform. Zur Aufzeichnung der Muskelaktivität (oberer trapezius, deltoideus, Handbeuge- und -streckermuskel) wurde EMG genutzt. Die EMG-Werte wurde in Relation zu Werten gesetzt, die bei einer maximalen Testkontraktion ermittelt wurden. Für die Analyse wurden von 10 aufgezeichneten Schüssen zwei ausgewählt. Das Bewegungsmuster belegte die gute Reproduzierbarkeit der Versuche. Die vergleichende Bewegungsanalyse ergab einige Unterschiede hinsichtlich einer kontinuierlichen Bewegung ohne Unterbrechung (bei der Koreanerin) im Vergleich zu einer Unterbrechung des Ablaufs bei der Schwedin (als Vorspannung bezeichnet). Dies wird auch durch den EMG-Aktivierungsverlauf der Handbeuger und Handstrecker verdeutlicht, bei dem die Schwedin zwei Maxima aufweist, während der Kurvenverlauf der Koreanerin deutlich ausgeglichener ist. Diese gleichzeitige Aktivierung ist bemerkenswert, zeigt sie doch, daß es auch im Spitzenbereich unmöglich ist, die Aktivierung nur auf die Muskeln zu isolieren, die für die primäre Bewegung verantwortlich sind (z.B. die Fingerbeugung), sondern daß es kontinuierlich auch zu einer Aktivierung der Antagonisten kommt, was für die optimale Bewegungskontrolle bedeutsam ist. Außerdem wurde festgestellt, daß bei der Schwedin die vertikale Bewegung des Ellenbogens deutlich ausgeprägter ist.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:technische Sportarten
Sprache:Schwedisch
Veröffentlicht: 1994
Ausgabe:1994. - 10 S.: 5 Abb., Farsta, Centrum för Prestationsutveckling, Forschungsbericht, 1994
Dokumentenarten:Forschungsergebnis
Level:hoch mittel