Relationships between maximal strength of lower limb, anthropometric characteristics and fundamental explosive performance in handball players

(Zusammenhänge zwischen der Maximalkraft der unteren Extremitäten, anthropometrischen Eigenschaften und der grundlegenden Explosivkraft bei Handballspielern)

Hintergrund: Ziel dieser Studie war es, die Zusammenhänge zwischen der Muskelkraft der unteren Extremitäten, anthropometrischen Eigenschaften und mehreren Messgrößen der Explosivkraftleistung bei Handballspielern im Spitzensport zu untersuchen. Methoden: 22 Leistungshandballer (Alter: 19,1±1,7 Jahre) wurden während der Wettbewerbssaison untersucht. Als Standardgrößen für die anthropometrischen Messungen und die Körperzusammensetzung wurden der Body-Mass-Index, die Muskelvolumina der unteren Extremitäten und Oberschenkel sowie der prozentuale Körperfettanteil bestimmt. Die maximale Beinkraft wurde anhand des Wiederholungsmaximums (1-RM) von Halbkniebeugen gemessen. Die Beurteilung der Vertikalsprungleistung erfolgte durch einen Squat-Jump (SJ) und einen Counter-Movement-Jump (CMJ). Die Repeated-Shuttle-Sprint-Ability (RSA) wurde anhand von 6 Shuttle-Sprints (2×15m) mit aktiven Erholungsintervallen von 20s überprüft. Desweiteren wurden die Bestzeit im Single-Shuttle-Sprint (30m; RSAbest), die schnellste Gesamtzeit (RSATT) und die Leistungsminderung im RSA-Test (RSAdec) erfasst. Die Agilität wurde anhand eines modifizierten T-Half-Tests (MAT) gemessen. Mithilfe einer digitalen Videokamera wurden die Wurfgeschwindigkeiten beim Jump-Shooting und beim 3-Schritte-Wurf dokumentiert. Ergebnisse: Die erklärte Varianz des 1-RM der Halbkniebeugen reichte von 0,2% (RSA% Fatigue Index) bis 70,1% (CMJ). 4 von 8 Variablen (RSA -Bestzeit, CMJ, SJ, Wurfgeschwindigkeit beim Jump-Shooting) zeigten ein r²>0,5. Die Sprungleistung scheint eng mit dem 1-RM der Halbkniebeugen verbunden zu sein. Außerdem korrelierte das 1-RM der Halbkniebeugen positiv mit den Bein- und Oberschenkelmuskelvolumina (r=0,652, r=0,768). Schlussfolgerung: Die anthropometrischen Eigenschaften und einige physikalische Leistungstests sind bei Handballspielern eng mit der Maximalkraftleistung verbunden. Trainer, die Verbesserungen der Wurfgeschwindigkeit und Sprungleistung bei Handballspielern anstreben, sollten den Trainingsschwerpunkt auf ein Maximalkrafttraining für die unteren Extremitäten legen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten Biowissenschaften und Sportmedizin
Veröffentlicht in:Sportverletzung Sportschaden
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2019
Online-Zugang:https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0043-124496
Jahrgang:33
Heft:2
Seiten:96-103
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch