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Untersuchungen zur Koordination der Interaktion im Ruderzweier ohne Steuermann

Die Ergebnisse aller Messfahrten im vorliegenden Forschungsprojekt verdeutlichen, dass die bislang monokausal definierte Definition einer "Zweiercharakteristik" fragwürdig erscheint. Die erhobenen Korrelationen zwischen eingebrachten Kräften und dem Gieren der Boote zeigen, dass mannschaftsspezifisch unterschiedliche Parameter die Interaktion der Athleten bestimmen. Sowohl die landläufige Lehrmeinung, wonach der Schlagmann als Führungsperson agiert, als auch die Feststellung, ausschließlich der Schlagmann würde durch geschickte Variabilität seiner Ruderarbeit für den optimalen Lauf des Bootes sorgen (Lippens, 1995), stellen nur mögliche Varianten dar. Mannschaftstypische Kriterien einer Qualitätsbeurteilung der Interaktion im Zweier o. Stm. scheinen sich von Boot zu Boot zu unterscheiden. Mithilfe der nichtlinearen Zeitreihenanalysen konnten Phasen instabiler Interaktion gezeigt werden, die sich mit einem Wechsel der Schlagfrequenz wieder verringerten.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:BISp-Jahrbuch Forschungsförderung 2005/06
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Bonn 2005
Online-Zugang:http://www.bisp.de/SharedDocs/Downloads/Publikationen/Jahrbuch/Jb_200506_Artikel/Witte.pdf?__blob=publicationFile
Seiten:129-133
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch