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Wieso, weshalb, warum? Das Bootsmaterial im Rudersport

Die europäische Entwicklung im Ruderbootsbau schreitet seit fast zwei Jahrhunderten unaufhaltsam und zielgerichtet voran. Die Ziele sind sehr eindeutig: Sich schneller auf dem Wasser bewegen durch Muskelkraft-Antrieb ! Die Entwicklungsschritte werden allerdings immer kleiner, denn die materialtechnischen, konstruktiven und physikalisch- hydrodynamischen Möglichkeiten sind erforscht, nahezu ausgereizt und optimiert. Die meisten Neuerungen betreffen seit längerem kaum noch den Bootsrumpf und die Bootsformen, sondern die Ausbauteile der Kraftübertragung, wie Ausleger, Stemmbrett sowie die Ruder. Durch das internationale Regelwerk der FISA, welches ganz klar und eindeutig Vorteile durch das Ruder-Material für egal wen verbietet, werden teure und nicht zielführende Aktivitäten gebremst und somit eine kostenintensive "Materialschlacht" verhindert. Anders als in anderen Geschwindigkeits-Sportarten, z.B. Bob, Schlitten, Eis-Schnellauf, Ski-Alpin, Ski-Nordisch, Radsport, MTB, GMX, ...., spielt das Material keine entscheidende Rolle mehr, sondern die Fähigkeiten und Leistungen der Athleten entscheiden den Wettkampf. Alle Neuheiten werden durch die FISA Equipment und Technologie Kommission einer Prüfung unterzogen, in der eine Kosten-Nutzen-Analyse erfolgt und der eigentliche Wert zur Weiterentwicklung der Sportart Rudern eingeordnet wird. Letztlich entscheidet die FISA-Exekutive über die Zulassung einer Neuerung. Gemäß der FISA-Regel 40 müssen zum 1. Januar des folgenden Jahres alle Sportgeräte und Zubehör- Artikel für jeden frei verkäuflich zu erwerben sein.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Sportstätten und Sportgeräte
Veröffentlicht in:Rudersport
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2016
Heft:11
Seiten:20-22
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel