Der Einfluß der Wechselwirkung zwischen den propulsiven Dollen- und Stemmbrettkräften auf die Bootskraft im Skiff

Einleitung Verbesserungen in der Ruderleistung auf internationalem Niveau können bei den heutigen hohen Trainingsintensitäten oft nur noch über gut geplante Rennstrategien sowie einer stabilen Rudertechnik bei verschiedenen Geschwindigkeiten und Schlagfrequenzen erreicht werden (Mattes, 2000). Für die Optimierung der Ruderleistung im Training und Wettkampf ist das Zusammenspiel der beiden im Boot entgegengesetzt wirkenden propulsiven Hauptkräfte an der Dolle und am Stemmbrett von grosser Bedeutung (Loschner & Smith, 2000). Methoden 12 Rudererinnen fuhren fünf Schlagfrequenztests (SF=20,24,28,32 Schläge/min (Schl./min) sowie eine Rennfrequenz (SF>30Schl./min)) über jeweils 250m. Das Messboot (Skiff) war ausgestattet mit Messpunkten am Dollenstift, Stemmbrett (Steuerbord(ST)/ Backbord(B)), Rollsitz sowie im Bootsmittelpunkt und wurde vor jedem Test individuell getrimmt und kalibriert (Draper & Smith, 2006). Die Datenerhebung der Variablen: propulsive Dollenkraft (Fppin), Stemmbrettkraft (Fpstretcher) und Bootskraft (Fpboat) sichern ein präziseres Erkennen der Zusammenhänge: a) grafischer ST/B-Vergleich, b) ST/B-Vergleich der Mittelwerte und c) der Effekt (Fpboat) der Wechselwirkung von Fppin und Fpstretcher. Ergebnisse Individuelle Unterschiede sind im ST/B-Vergleich von Fppin und Fpstretcher in allen fünf SF grafisch sowie in den Mittelwerten feststellbar. Für SF>30Schl./min waren die relativen Differenzen (d) zwischen d(FppinST-FppinB)=1,4±0,8% individuell sowie auch für die Gruppe ausglichen. Dagegen waren die Gruppenresultate zwischen d(FpstretcherST-FpstretcherB)=0,7±3,5% geringer, individuell variierten die relativen ST/B-Stemmbrettkräfte aber zwischen 0,2% bis 11,0%. Diese individuellen Unterschiede beeinflussten Fpboat. Das gleiche Phänomen war auch in den unteren SF erkennbar. Diskussion Die separate ST/B-Messung der propulsiven Dollen- und Stemmbrettkräfte sind von immer grösserer Bedeutung, da sie einerseits den Effekt aus das Boot (Fpboat) sowie auch die Ursachen für Fpboat widerspiegeln. Diese Informationen sind für individuelle Optimierungprozesse beim Techniktraining entscheidend - zum schnelleren Erkennen von Problemfaktoren in der Rudertechnik und deren Einfluss auf das Boot.
© Copyright 2007 SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft. Published by Czwalina. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science technical and natural sciences endurance sports
Published in:SportStadtKultur. 18. Sportwissenschaftlicher Hochschultag der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft
Language:German
Published: Hamburg Czwalina 2007
Series:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 168
Pages:247-248
Document types:book
Level:advanced