Ich glaub' an mich. Ein Ringerleben

Alexander Leipold ist der erfolgreichste deutsche Freistilringer der zurückliegenden 15 Jahre. Er gewann Welt- und Europameisterschaften und stand bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im Finale. Er ist über viele Jahre eines der sportlichen Aushängeschilder des deutschen Ringkampfsports gewesen, der mit seiner ausgefeilten Technik (berühmt wurde er wegen seinen meisterhaft beherrschten Kontertechniken), seinem Kämpferherzen und seiner offenen, freundlichen Art viele Freunde in der deutschen und internationalen Ringergemeinde gehabt hat und wohl auch heute noch hat. Der sportliche Entwicklungsweg ist das Thema dieses autobiografischen Buches, Dabei wird vieles nacherlebbar, was den Trainings- und Wettkampfalltag eines Sportlers in einer Kampfsportart bestimmt. Der lange Weg vom Kindesalter über die ersten Erfolge in der Jugend bis zu den vielen nationalen und internationalen Siegen wird von den Autoren nachgezeichnet, wobei es ihnen nicht nur um die sportliche Leistung geht, sondern auch die Entwicklung der Persönlichkeit Leipolds am Herzen liegt. Das Olympiafinale von Sydney ist wohl sein wichtigster Kampf überhaupt gewesen, den er zwar gewann, der aber kurze Zeit später wegen einer positiven Dopingprobe zur Aberkennung seines Olympiasieges führte. So wurde aus diesem Höhepunkt einer langen und sehr erfolgreichen Sportlerkarriere eine Zäsur, ja fast ein Wendepunkt. Die Konsequenzen aus dem Dopingtestergebnis betrafen ihn als Sportler, aber auch ihn als Menschen außerhalb der Ringerhalle, in seinem Beruf, als Ehemann und Familienvater. Oftmals führt eine positive Dopingprobe im Umfeld der betroffenen Sportler zu einer Polarisierung der Haltungen von Trainern, Offiziellen von Verbänden und Vereinen, Sportkameraden oder Journalisten zum Sportler. Dies ist bei Alexander Leipold auch geschehen. Diese persönlich schwierige Situation, die sich plötzlich stellenden neuen Herausforderungen und Konsequenzen bilden einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt des Buches, wobei viele seiner Weggefährten zu Wort kommen. Damit entsteht ein differenziertes Bild vom Menschen und Sportler Alexander Leipold, das auf viele Fragen eine Antwort geben kann, ohne alle offenen Probleme abschließend klären zu können.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Kampfsportarten
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: München Bombus 2004
Seiten:288
Dokumentenarten:Buch
Level:niedrig