Eine empirische Studie zur Methodik des Kraftausdauertrainings
Die vorliegende Dissertation wendet sich der Frage zu, welche Auswirkungen ein Training zur Entwicklung der Kraftausdauer in unterschiedlichen Probandengruppen hat. Dazu wurden eingangs umfangreiche theoretische Wissensbestände zur Belastungs- und Beanspruchungssituation im Krafttraining hinsichtlich ihrer Relevanz im Kraftausdauertraining und für die Kraftausdauerleistung analysiert. Unter dem gleichen Betrachtungswinkel diskutiert der Autor im Anschluss daran leistungsdeterminierende Einflussfaktoren der Kraftfähigkeit (Muskel, Sehnen, Stoffwechsel, neuromuskuläre Faktoren etc.) und präsentiert Positionen zum Verhältnis von Ermüdung und Belastung.
Im experimentellen Teil wurden Trainingsregimes realisiert, die entweder von einer konstanten Wiederholungszahl oder durch eine konstante Last geprägt waren. Untersucht wurde, welche Reaktionen in Abhängigkeit von individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Eigenschaften mit diesen Trainingskonzepten erzielt werden konnten. Als Probanden beteiligten sich insgesamt 39 Sportler an der Untersuchung, die zu gleichen Teilen dem Freizeitsport sowie dem Leistungssport in den Sportarten Leichtathletik und Ringen zuzurechnen waren. Der Untersuchungszeitraum umfasste drei Wochen, während der zwei Gewöhnungstermine und zwei Testtermine durch alle Probanden absolviert wurden. Der erste Testtermin wurde unter der Bedingung "konstante Last" 60%1-RM absolviert, der zweite Testtermin unter der Bedingung "konstante Wiederholungszahl" 20 Wiederholungen. Beide Termine fanden unter identischen Bedingungen statt.
Analysiert wurden für die Probanden die Belastung sowie die Teilbeanspruchung des metabolischen, kardiovaskulären, myokardialen Systems sowie die subjektive Belastung. Deutlich werden Unterschiede bei verschiedenen Vergleichskriterien (zum Beispiel physikalische Arbeit, Laktat, systolischer Blutdruck, Herzfrequenz) zwischen den beiden Belastungsregimes deutlich. Es wird u.a. empfohlen, bei der Belastungsgestaltung bzw. Trainingsplanung die individuellen Voraussetzungen der Probanden in die Betrachtung einzubeziehen, den Faktor Laktat bei der weiteren wissenschaftlichen Analyse der Trainingsmethodik im Kraftausdauertraining intensiv zu betrachten. Von trainingspraktischer Bedeutung sind die Hinweise darauf, dass drei Serien im Kraftausdauertraining unter ökonomischen Gesichtspunkten ausreichend erscheinen und die Trainingsmethode der konstanten Wiederholungszahl der Methode der konstanten Last überlegen sei.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Trainingswissenschaft Ausdauersportarten Kraft-Schnellkraft-Sportarten |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Göttingen
Cuvillier
2003
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| Seiten: | 239 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |