Biomechanical loading in the triple jump

(Biomechanische Belastung beim Dreisprung)

Der Dreisprung ist eine leichtathletische Sportart, in der der Springer extrem hohe Stossbelastungen aushalten muss, gleichzeitig dabei aber eine hohe Horizontalgeschwindigkeit aufrecht erhalten soll. Mit der Untersuchung sollten die mechanischen Belastungscharakteristika und die Rolle der neuromuskulären Funktion im Dreisprung aufgehellt werden. Sieben Dreispringer der nationalen Klasse (vier männliche und drei weibliche) beteiligten sich an der Studie und absolvierten drei bis sechs Sprünge. Die durchschnittliche Sprungweite betrug 14.32 +/- 0.45 m für die Männer und 11.90 +/- 0.28 m für die Frauen. Von jedem Springer wurden die drei weitesten Sprünge für die abschließende Analyse ausgewählt. Die durchschnittliche Kontaktzeit betrug 0.139 s (Hop), 0.157 s (Step) und 0.177 s (Jump). Die größten Bodenreaktionskräfte wurden beim Step ermittelt (das 15.2 fache des Körpergewichts). Die höchsten Spitzenwerte des Drucks wurden an der Hacke und im Vorfuß gemessen. Der Plantardruck an der Aussenseite des Vorfußes wies eine hohe Beziehung zur Sprungweite auf (P<0.05-0.01). Ausserdem wiesen EMGs beider Beine darauf hin, dass die mechanische Belastung hohe Anforderungen an das neuromuskuläre System stellt (hohe Aktivierungsrate in der prä-Aktivitätsphase, gefolgt von hoher exzentrishcer Aktivität). Folglich scheinen die hohen Aktivitäten des gastrocnemius, des vastus lateralis und der Hüftstreckmuskulatur eine wichtige Rolle bei der Vermeidung unnötigen Nachgebens (Körper "festmachen") des Springers während der Bremsphase zu spielen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Kraft-Schnellkraft-Sportarten
Veröffentlicht in:Journal of Sports Sciences
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 2000
Ausgabe:London 18(2000)5,S. 363 - 370, 8 Abb., 1 Tab., zahlr. Lit.
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel