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Na trasse chodby - deti

(Kinder - Gehen)

Bereits im Kindesalter und ohne vorheriges Training lassen sich an der spontanen Bewegungsausführung für das Gehen begabte Kinder schnell von für diese Sportart nicht begabten unterscheiden. Prinzipiell ist von etwa fünf Kindern in jeder Klasse auszugehen, die für das Gehen geeignet wären. Allerdings sind die Kinder jeweils in drei Gruppen einzuordnen: Gruppe 1: "Gute Beine, schlechter Kopf", d.h. diese Kinder sind von Natur aus begabt, haben jedoch keine Einstellung zum Training und geben meist bald auf. Gruppe 2: "Schlechte Beine, guter Kopf" - Kinder, die meist von der Natur benachteiligt sind (untalentiert, kränklich etc.), die jedoch von großem sportlichen Ruhm träumen, ihn auch erreichen möchten, dies jedoch nicht können. Gruppe 3: "Gute Beine, guter Kopf". Hier stimmen beide Komponenten, jedoch gehören zu dieser Gruppe nur sehr wenige Kinder. Wichtig erscheint Verf., diese Kinder so schnell wie möglich zu Tainern in die Städte zu geben, da sie ansonsten unmotiviert und unwissend nie den Hochleistungsbereich erreichen würden. Stimuli So oft wie möglich sollten Geher-Wettkämpfe in das Training einbezogen werden. Ca. zweimal im Monat sollten die Kinder auch in der Vorbereitungsperiode über nichttraditionelle Strecken an den Start gehen (1000m, 1500m, 2000m oder 3000m). Die Altersklasseneinteilung könnte dabei auch von offiziellen Klassifizierungen abweichen, ebenso könnte der Austragungsmodus etwas ungewöhnlich sein. Kleine Preise sind wichtig. Für die einzelnen Strecken sollte es Normen für unterschiedliche Leistungslevels geben. Wichtige Stimuli sind im Kinderbereich Fahrten zu Wettkämpfen in andere Städte. Training Im Gehen bedarf es eines sehr langen Trainingsprozesses; erst mit ca. 17-19 Jahren werden die ersten nationalen Erfolge erreicht, die ersten internationalen noch 2-4 Jahre später. Über den gesamten Zeitraum jedoch bedarf es harten, ausdauernden Trainings sowie finanziellen und materiellen Aufwandes (Ernährung, Sportbekleidung, Wettkampfreisen etc.). Der Belastungsumfang bei Kindern ist altersabhängig sehr differenziert. Er beträgt bei 8jährigen 1 km oder 5 min., bei 9jährigen 2 km oder 10 min., ... bei 17jährigen 10 km oder 50 min. Einmal po Woche ist dieser Umfang auf das Doppelte zu erhöhen. In der Vorbereitungsperiode sollte mit einer monatlichen Erhöhung der Gehgeschwindigkeit und Verkürzung der Streckenlänge begonnen werden. In jedem Fall ist eine ausreichende Erholungszeit abzusichern. Der Wochenzyklus Montag: Ziel = Entwicklung des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. mittels Intervallmethode (Puls maximal 180). Die Belastung verändert sich in ihrer Höhe mit den Monaten im Jahresverlauf sowie mit dem Alter und Leistungsniveau (Beispiele sind angegeben). Dienstag: Ziel = Entwicklung der allgemeinen Ausdauer, der koordinativen Fertigkeiten und Motorik sowie psychologische Vorbereitung durch langes Gehen auf der Straße. Die Trainingsstrecken verdoppeln sich. Mittwoch: Ziel = aktive Erholung, Wiederherstellungscrosslauf Donnerstag: Ziel = Entwicklung der lokalen Muskelausdauer oder des Sauerstoffaustauschs im Gewebe. Methode ist hierfür die Wiederholungsmethode, ähnlich wie am Montag, nur mit längeren Strecken. Freitag: Erholung Samstag: Ziel = Entwicklung der speziellen Ausdauer mittels Tempotraining mit wettkampfähnlichen Geschwindigkeiten. Sonntag: Ca. einstündiger Waldspaziergang (Die den jeweiligen Altersstufen entsprechenden Belastungshöhen für das Training an den einzelnen Tagen werden angegeben.) Neben den Trainingseinheiten wird am Morgen (wenn das Trainig abends stattfindet) oder am Abend (wenn das Training morgens absolviert wird) ein Spaziergang oder Lauf absolviert. Außerdem sollten nach jeder Trainingseinheit bestimmte Übungskomplexe allgemeiner Art (bei Kindern nicht sehr beliebt) realsisiert werden. Besonders wichtig ist das Training im Sommer. Dort bietet sich ein Trainingslager an, in dem dreimal täglich trainiert werden kann. Im Kinderbereich ist es oft angebrachter, als Steuergröße nicht die Meterzahl, sondern Zeiteinheiten zu wählen, da diese bei Kindern meist besser ankommen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Ausdauersportarten Nachwuchssport
Veröffentlicht in:Legkaja Atletika
Sprache:Russisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Moskva (1996)10, S. 14-16
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch mittel