The continuous chain model in the pole vault

Ein Insider der russischen Stabhochspringerschule schreibt über das kontinuierliche Kettenmodell im Stabhochsprung. Sein persönliches Ziel als Trainer bis zum Jahr 2003: Einen Sportler über eine Höhe von 6,40m zu führen und eine Sportlerin über 5,20m. Grundgedanke des Kettenmodells ist der kontinuierliche, ständige Energie-Input des Springers in das System Springer-Stab während des Bewegungsvollzugs. Dabei sind Zeitpunkte, in denen der Springer die Energiezufuhr erhöht, aktive Phasen; Phasen, in denen keine Erhöhung der Energiezufuhr stattfindet, passive Phasen. Auf Weltspitzenniveau ist die im System Springer-Stab befindliche Energie der wichtigste leistungsbestimmende Faktor. Daher sollte das Interesse des Springers auf eine Maximierung der Energieerzeugung während der Ausführung der Bewegungskette gerichtet sein. Da jedem Springer nur eine definierte (begrenzte) Menge Energie pro Zeiteinheit (z.B. Sekunde) zur Verfügung steht, gilt das Motto: Zeit ist Energie, d.h. jeder Moment, in dem keine Energie zugeführt wird, ist verloren und wirkt sich leistungsmindernd aus. Verf. erläutert die Energiequellen sowie den Verlauf des Inputs. Hinweise für eine ideale kontinuierliche Energielieferung beim Stabhochsprung: - Der Stabhochsprung ist als Einheit zu betrachten. - Der Anlauf sollte mit ruhigen, gleichmäßigen Schritten begonnen und Frequenz und Schrittlänge zum Absprung hin erhöht werden . - Sechs Schritte vor dem Absprungpunkt sollte mit der Absenkung des Stabs begonnen werden, die Schrittfrequenz wird erhöht. Von diesem Punkt an erfolgt eine kontinuierliche Armbewegung. - Während der letzten beiden Schritte wird ein zusätzliches vertrikales Moment der Arme mit dem Stab erzeugt, was sich beim und nach dem Absprung in Richtung Latte fortsetzt. - Der Absprung vom Boden erfolgt explosiv in Richtung Latte, wobei der Bewegungszyklus des Absprungbeins durch eine vollständige Körperstreckung als Ergebnis des Absprungs vervollständigt wird. Der Untersarm darf keinen Widerstand gegen den Stab leisten! - Das Umdrehen sofort nach erfolgtem Absprung vom Boden erfolgen. - Die Drehung sollte weiter ähnlich der Bewegung in den Handstand an den Ringen im Turnen erfolgen (Zug/Druck, Beschleunigung auf den Moment des Stab-Loslassens hin). - Die Bewegungsausführung beim Überqueren der Latte muß ein Berühren oder Reißen der Latte verhindern.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical and natural sciences strength and speed sports
Published in:Track Coach
Language:English
Published: 1996
Edition:Mountain View (1996)135, S. 4301 - 4304,
Document types:article
Level:advanced intermediate