Kinematics analysis of stroke cycle to an international athlete on canoeing - K1

(Kinematische Analyse des Schlagzyklus eines K1-Kanusportlers der internationalen Klasse)

Ziel der Studie: Kinematische Analyse in der sagitalen Ebene des auf einem Kanusimulator ausgeführten Schlages durch einen K1-Sportler der internationalen Klasse. Es wurde eine detaillierte Technikbeschreibung sowie deren Ausdruck in kinematischen Parametern angestrebt. Die Parameter waren: 1. Verschiebung des KSP entlang der x- und y-Achse, - horizontale und vertikale lineare Geschwindigkeit der linken Hand, 2.absoluter Oberkörperwinkel definiert durch Schulter und Hüfte (linke Seite), 3.linker Kniewinkel, 4.linker Fußgelenkwinkel. Methodologie: Untersucht wurde der beste portugiesische Kanute (32 Jahre, 90 kg, 187 ch Körperhöhe). Ergebnisse: Die Ergebnisse beziehen sich auf die Mittelwerte mehrerer untersuchter Schlagzyklen. zu 1.: Verschiebung entlang der horizontalen Achse: x=4,075 cm Die am weitesten vom Körper entfernte Position des KSP fällt mit dem Eintauchen des Paddels zusammen, die näheste Position mit der vertikalen Position des Paddels. Verschiebung entlang der vertikalen Achse: y=3,525 cm Die höchste Position des KSP fällt mit dem Moment des Eintauchen des Paddels zusammen, die flachste Position mit der vertikalen Position des Paddels. zu 2. Die horizontale Geschwindigkeit erreicht zwei Spitzen während eines Zyklus: eine über und eine unter Wasser (Vx=2,12m/s bzw. 1,74m/s). Diese beiden Spitzen fallen mit dem Moment zusammen, wo das Paddel nahezu in der Vertikalen steht. Vx=0m/s wird ebenfalls zweimal erreicht, dann, wenn das Paddel in der Horizontalen über Wasser liegt. Die vertikale Geschwindigkeit Vy weist ebenfalls zwei Spitzen auf, die sich beide über Wasser ereignen. Bei beiden Spitzen befindet sich das Paddel in horizontaler Ebene - einmal mit der linken Hand vorn, einmal mit der rechten (Vy=2,55m/s bzw. 1,78m/s). Vy=0m/s wurde in den beiden Momenten erreicht, erreicht, wenn das Paddel der Vertikalen am nächsten kam. zu 3. Beim Vorwärtsbeugen des Obetrkörpewrs wurde ein Winkel von 14,77° erreicht (Moment des Eintauchen des Paddels). Beim Zurückbeugen wurden 1,32° erreicht (Ende der Wasserphase des Paddels). Die Amplitude betrug somit 26,09°. zu 4. Der Winkel des linken Knies in der größten Beugestellung betrug 129,7° und fiel mit dem Augenblick des Endes der Wasserdurchzugphase des Paddels rechtsseitig zusammen. Im Moment der größten Streckung des linken Knies wurden 163,4° ermittelt, was mit der finalen Wasserphase linksseitig zusammenfiel. Die Bewegungsamplitude des linken Knies betrug demnach 33,7°. zu 5. Winkel des linken Fußgelenks Der größere Wert der dorsalen Kniebeugung betrug 89,7 und fällt mit dem Moment der finalen Wasserphase des Paddeldurcchzugs rechts zusammen. Die größere plantare Flexion betrug 107,7° und entspricht dem Augenblick der Beendigung der Wasserdurchzugphase links. Die Bewegungsamplitude betrug demnach 18°. Aus den Ergebnissen abgeleitete Erkenntnisse: Die Verlagerungen des KSP in der Horizontalen können zu anteroposterioren Oszillationen des Bootes führen, daher sollten diese Bewegungen minimiert werden. Die Bewegungen des KSP in der Vertikalen rufen ein Heben/Senken des Bootes hervor und sollten daher auch auf ein Minimum beschränkt werden. Der ermittelte Maximalwert für die horizontale Geschwindigkeit in der Wasserphase (Vx=1,74m/s) gerechtfertigt die Aussage, daß der Vortrieb des Bootes zu diesem Zeitpunkt das Maximum erreichen sollte. Der erreichte Höchstwert der horizontalen Geschwindigkeit der linken Hand in der Über-Wasser-Phase (Vx=2,12m/s) im Vergleich zur Unter-Wasser-Geschwindigkeit und ebenso die vergleichbaren Werte der vertikalen Geschwindigkeiten zeigen das Vorhandensein eines Widertsandes am Paddel an, der während der Wasserphase im simulietren Training entgegen der Paddelrichtung wirkt. Beachtet werden sollte weiterhin, daß der absolute Oberkörperwinkel nicht der tatsächlichen Beugung entspricht. Während eine Schulter in sagitaler Ebene nach vorn gebeugt ist, bewegt sich die andere Schulter nach hinten. Somit bleibt der Oberkörper trotz Rotationsbewegung in der horizontalen Ebene in seiner Position in der sagitalen Ebene. Wichtige Werte sind die Winkelparameter von Knie und Fußgelenk. Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Beugung/Streckung des Knies und dorsaler/Plantarer Beugung des Fußes. Die Extension des Knies ist entscheidend für die Kraftpübertragung für den Bootsvortrieb. Für diese Bewegung wiederum sind die Bewegungen des Fußes ausschlaggebend. Schlußfolgerungen: Die Bedingungen im Kanusimulator gleichen denen unter Freiwasserbedingungen, so daß der Simulator bei schlechtem Wetter oder zur besseren Trainingssteuerung durchaus anstelle des Freiwassers bzw. zuätzlich genutzt werden kann.
© Copyright 1996 ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz). Springer. Alle Rechte vorbehalten.

Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Naturwissenschaften und Technik Ausdauersportarten
Veröffentlicht in:ISBS - Conference Proceedings Archive (Konstanz)
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1996
Ausgabe:Lissabon: Edicoes FMH, 1996. - S. 401-403, 2 Lit.
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch mittel