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Spezifische Prävention von Kopfverletzungen im Fußball

Wenngleich die Inzidenzen von Schädelhirntraumata (SHT) im Fußball deutlich niedriger als in Kollisionssportarten sind, ergeben sich allein durch die hohe Zahl an im Fußballsport aktiven Athletinnen und Athleten eine nicht unbedeutende Anzahl an Kopfverletzungen. Kenntnisse über sportartspezifische Verletzungsmuster und -mechanismen tragen dazu bei, durch ein besseres Verständnis für den Umgang mit SHT zu sensibilisieren. Nach einer kurzen Übersicht über den aktuellen Kenntnisstand bezüglich Definition, Terminologie, klinischer Präsentation und Management von SHT im Sport werden Maßnahmen zur Verhaltens- und Verhältnisprävention im Fußball dargestellt, die zur Prävention von SHT beitragen. Diese erstrecken sich unter anderem auf Regeländerungen (z.B. die Bestrafung durch rote Karte nach absichtlichem Ellenbogencheck auf Kopfhöhe), technische Hilfsmittel (z.B. Tablet PCs auf der Ersatzbank, um die Sichtung gefährlicher Spielszenen zu ermöglichen), die Einführung obligater Baselinetests zum spezifischeren Management von SHT oder die zielgruppenspezifische Sensibilisierung.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten
Tagging:Gehirnerschütterung
Veröffentlicht in:Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: 2022
Online-Zugang:https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0949328X22000862
Jahrgang:38
Heft:2
Seiten:118-123
Dokumentenarten:Artikel
Level:hoch