Frauenfußball: Verletzungen, Risiken und Prävention

Frauenfußball ist eine Trendsportart. Die wachsende Zahl lizenzierter Spielerinnen führt zu einer Zunahme von Verletzungen und hat somit auch sozioökonomische Bedeutung. Das breitere Becken mit resultierendem Genu valgum und vermehrter Femurinnenrotation, die engere interkondyläre Notch sowie ein ungünstiges Kraftverhältnis zwischen Beuge- und Streckmuskulatur des Oberschenkels führen zu einem vielfach erhöhten Verletzungsrisiko des vorderen Kreuzbandes bei Frauen im Fußball. In diversen Studien konnte gezeigt werden, dass durch Interventionsprogramme mit Schwerpunkt auf neuromuskulärem oder propriozeptivem Training oder durch intensive Kräftigung der Hamstringsmuskulatur die Inzidenz von Verletzungen positiv beeinflusst werden kann. Im Weiteren muss die Wichtigkeit ausreichender Rehabilitation unterstrichen werden, sind doch viele der Verletzungen Rezidive. Women`s soccer participation is becoming a trend in sport. With increasing number of licensed female soccer players, there is also an increase in sport specific injuries. This fact has socioeconomic importance. The larger pelvic bone leading to an increased internal rotation of the femur, the narrower intercondylar notch as well as the unfavorable strength ratio of the hamstrings vs. the quadriceps muscle lead to an increased risk for injuries of the anterior cruciate ligament in female soccer. Several studies showed that intervention programs based on neuromuscular or proprioceptive training or intensive strengthening of the hamstrings can reduce the incidence of injuries. Moreover, the importance of sufficient rehabilitation after injuries has to be emphasized, as the reoccurrence of injury is high.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin Spielsportarten
Veröffentlicht in:Die Orthopädie
Sprache:Englisch
Veröffentlicht: 1997
Online-Zugang:http://doi.org/10.1007/s00132-005-0789-6
Jahrgang:34
Heft:5
Seiten:448-453
Dokumentenarten:Artikel
Level:mittel