Systematische Ansätze zur Optimierung der Laufschnelligkeit: Akuter Einfluss individuell gestalteter Vorbelastungen auf die Schnelligkeitsleistung bei Fußballern
(Systematic approaches to optimize the running speed: Acute influence of personalized preloads on the speed performance of footballers)
Die Relevanz athletischer Komponenten, speziell der einmaligen sowie der wiederholten Schnelligkeitsleistung, stellt im Anforderungsprofil des modernen Fußballs einen zentralen leistungsbestimmenden Aspekt dar (Stølen et al., 2005; Bradley et al., 2010). Im Gegensatz zu kraft- und ausdauerorientierten Trainingsinhalten, bei denen im Regelfall eine individualisierte Trainingssteuerung vorliegt, wird Schnelligkeitstraining häufig noch nach den klassischen Prinzipien der Trainingslehre gestaltet (vgl. Gonzalez-Balzar, 2007). Ein möglicher Ansatz zur Optimierung der einmaligen und wiederholten Schnelligkeitsleistung in Training und Wettkampf ist eine individuell gestaltete Voraktivierung (Chatzopoulos et al., 2007; Docherty & Hodgson, 2007; Bevan et al., 2010). Allerdings besteht hinsichtlich dieser vorbereitenden Prozesse aufgrund der Vielzahl an modifizierbaren Parametern und der daraus resultierenden Komplexität der Belastungsgestaltung noch erheblicher Klärungsbedarf (vgl. Barroso et al., 2013). Im Zuge der Weiterentwicklung diagnostischer Verfahren zur Erhebung und Beurteilung physiologischer Parameter (vgl. Bishop, 2003b) ergeben sich neue Ansätze und Theorien zur Bewertung und Darstellung leistungsbeeinflussender Adaptationsprozesse und deren Interdependenzen. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie und die gestellte Hypothese, dass sich eine erhöhte Laktatakkumulation positiv auf einmalige und wiederholte Schnelligkeitsleistungen auswirken kann, werden zwar von Ergebnissen diverser aktueller Studien unterstrichen (Towlson et al., 2011; Zois et al., 2011; Taylor, Weston & Portas, 2013; Anderson, Landers & Wallmann, 2014), eine finale und vollständige Klärung des beschriebenen Sachverhalt wurde allerdings noch nicht erreicht. Somit dienen die gewonnenen Erkenntnisse vorliegender Studie als Grundlage weiterer Untersuchungsansätze und resultieren in einem verstärkten künftigen Forschungsinteresse hinsichtlich einer systematischen Gestaltung von Voraktivierungsprozessen unter der Zielstellung einer Optimierung akuter Effekte auf nachfolgende einmalige und wiederholte hochintensive Belastungen.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | training science sport games |
| Language: | German |
| Published: |
München
Technische Universität München, Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaft
2014
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| Online Access: | http://d-nb.info/1064075347/34 |
| Pages: | 251 |
| Document types: | dissertation |
| Level: | advanced |