Blickverhalten beim Fußballelfmeter

(Visual behaviour in soccer penalty situations)

Ein Elfmeterschütze kann gemäß der Definition von Van der Kamp (2006) unabhängig vom Torhüter agieren oder auf die Aktionen des Torhüters reagieren. Aufgrund der großen Bedeutung des Torhüters für die zweite Alternative ist zu erwarten, dass dieser bei der torwartabhängigen Ausf¨ürung eines Strafstoßes länger fokussiert wird. Nach Bakker, Oudejans, Binsch und Van der Kamp (2006) hat mehr Aufmerksamkeit für einen bestimmten Stimulus zur Folge, dass Strafstöße mehr in die Richtung dieses Stimulus geschossen werden. Hypothesen: Strategie beeinflusst das Blickverhalten und somit auch Schussgenauigkeit und Erfolg. Die Attentional Control Theory deutet darauf hin, dass dieser Unterschied in Drucksituationen noch größer ist. Im Rahmen dieser Studie führten N = 20 Fußballer jeweils 10 Strafstöße in einer Normal- und Drucksituation (UV1) aus. Die Probanden wurden aufgrund ihrer bevorzugten Elfmeterstrategie (abhängig/unabhängig vom Torwart) in 2 gleich große Gruppen eingeteilt. Das Blickverhalten der Elfmeterschützen (AV1) wurde mittels ASL Mobile Eye aufgezeichnet. Des Weiteren wurden Schuss-Genauigkeit (Abstand zur Tormitte/Torhüter)(AV2) und -Erfolg (AV3) sowie das Angstniveau (Anxiety-Thermometer / Wettkampf-Angst-Inventar-State) gemessen.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Spielsportarten
Veröffentlicht in:Embodiment: Wahrnehmung - Kognition - Handlung
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln 2011
Ausgabe:Köln: Sektion Sportmotorik der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 2011
Online-Zugang:https://www.dshs-koeln.de/wps/wcm/connect/5a8a058045949e85b48ffc12139c46e0/Proceedings12012011.pdf?MOD=AJPERES&CACHEID=5a8a058045949e85b48ffc12139c46e0
Seiten:106-107
Dokumentenarten:Kongressband, Tagungsbericht
Level:hoch