Verletzungen im Fußball: vermeiden - behandeln - therapieren
Fußball als die populärste Mannschaftssportart Deutschlands bringt vielen Aktiven Spaß an der Bewegung mit dem Ball und als Mitglied einer Mannschaft, sie gehört aber gleichzeitig zu den Sportarten mit einer relativ hohen Verletzungshäufigkeit. Die Berichte insbesondere aus dem Profibereich ergeben ein sehr vielschichtiges Bild vom Verletzungsgeschehen in Training und Wettkampf. Manche Verletzung von Gelenken und Muskeln der Beine zum Beispiel scheint eher "sportartspezifisch" zu sein, andere muskuläre Probleme oder Bänderverletzungen gehören auch zu den "Begleitern" der sportlichen Laufbahn von Athleten anderer Sportarten. Darüber hinaus gibt es auch Reaktionen des Körpers der Spielerinnen und Spieler auf körperlich-sportliche Belastung und Überlastung, die in diesem Spektrum ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Das Autorenteam widmet sich diesen Fragen mit sehr großer Sachkenntnis, ist doch Klaus Eder seit mehr als 20 Jahren der Chef-Physiotherapeut der Fußballnationalmannschaft Deutschlands. Ihren Ausgangspunkt setzen die Autoren in der Formulierung eines fußballspezifischen Anforderungsprofils der körperlichen, technischen und taktischen Leistungsfähigkeit und sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen für Anpassungen des Bewegungsapparates von Fußballspielern. Davon leiten sich entsprechende Konsequenzen auch für die Sportphysiotherapie ab, die aber nicht erst einsetzen, wenn es zu einer Verletzung oder zu einem Schaden gekommen ist. Deutlich gemacht wird, dass durch geeignete Maßnahmen der Vorbereitung auf Training und Spiele (Stichworte sind hier Aufwärmung, Ernähung und Substitution) sowie in der Regeneration nach der Belastung (ein Stichwort ist hier Massage) präventiv sehr viel geleistet werden sollte, um langfristig die Belastbarkeit der Sportler zu sichern und Verletzungen vorzubeugen. Dieser Denkansatz bildet praktisch die inhaltliche Klammer des Buches, werden doch in einem Kapitel Präventivmaßnahmen innerhalb eines statischen und dynamischen Stabilisationstrainings vorgestellt. Natürlich findet der interessierte Leser, sei es der Mannschaftsarzt, Physiotherapeut oder Trainer auch Informationen zur ersten Hilfe bei einer auftretenden Verletzung. Im umfänglichsten Kapitel stellt Klaus Eder dann sein Konzept der sportphysiotherapeutischen Behandlung von Verletzungen im Fußball vor, vermittelt seine Erfahrungen bei der Diagnose, im Umgang mit den Verletzten auch aus psychologischer Sicht und präsentiert Maßnahmen zur Verletzungsversorgung für die Körperregionen - Fuß und Unterschenkel - Kniegelenk - Lenden-Becken-Hüft-Region sowie bei muskulären Verletzungen. Dies geschieht sehr anschaulich und nachvollziehbar in einer Kombination von Text und Bild. Damit entsteht ein sehr kompaktes Handbuch, das sicherlich zum Inventar des Arztkoffers in vielen Fußballteams werden wird.
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| Subjects: | |
|---|---|
| Notations: | biological and medical sciences sport games |
| Language: | German |
| Published: |
München; Jena
Elsevier
2006
|
| Edition: | München; Jena: Elsevier. - 192 S. |
| Pages: | 192 |
| Document types: | book |
| Level: | intermediate |