Schulterverletzungen im Lateinamerikanischen Formationstanz
Hintergrund: Charakteristisch für den lateinamerikanischen Formationstanz (LFT) sind den Schulter-Arm-Bereich belastende Dreh-, Schleuder- und Zugbewegungselemente. Ziel dieser Studie ist die Analyse von Schulterverletzungen im LFT.
Material und Methoden: Insgesamt nahmen n=81 Tanzsportler*innen (TS) (m: n= 43; w: n= 38) an einer retrospektiven Fragebogenstudie teil.
Ergebnisse: 22,8% (m: 21,9% vs. w: 23,7%, p= 0,310) der TS verletzten sich im 12-Monats-Zeitraum mindestens einmal an der Schulter. Es fanden sich geschlechtsspezifische, jedoch nicht signifikante Unterschiede hinsichtlich der betroffenen Seite (w: re: 80%, li 13,3%; m: re: 38,5%, li: 46,2%, p=0,429). Die meisten Schulterverletzungen ereigneten sich während der Formationstanz spezifischen technischen Höchstschwierigkeiten (m: 76,9% vs. w: 73,3%, p= 0,675). 31,6% der Tanzsportler*innen (m: 29,3% vs. w: 34,2%, p= 0,884) gaben an, unter chronischen Schulterbeschwerden zu leiden (re> li: m: 41,7% vs. w: 38,5%, p= 0,137).
Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse weisen auf die Notwendigkeit eines additiven Koordinations-, Kraft- und Stabilisationstrainings für den Schultergürtel hin. Zuvor sind weiterführende Studien mit höheren Fallzahlen erforderlich, um Risikofaktoren und geschlechtsspezifische Besonderheiten abschließend klären zu können.
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin technische Sportarten |
| Veröffentlicht in: | Sport-Orthopädie - Sport-Traumatologie |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
2019
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| Online-Zugang: | https://doi.org/10.1016/j.orthtr.2019.10.002 |
| Jahrgang: | 35 |
| Heft: | 4 |
| Seiten: | 407-413 |
| Dokumentenarten: | Artikel |
| Level: | hoch |