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Dance Anatomie

(Dance anatomy)

Die Besonderheit tänzerischer Bewegungen, sei es nun im Tanz selbst, oder aber auch in anderen Sportarten wie im Eiskunstlauf, in der Rhythmischen Sportgymnastik oder im Bodenturnen, in denen tänzerische Elemente zum sportlichen Bewegungsrepertoire gehören, besteht darin, dass Fähigkeiten wie Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer oder Koordination mit einer eleganten Leichtigkeit zu eindrucksvollen Bildern oder innovativen Choreographien verbunden werden. Die dafür notwendige extreme Körperbeherrschung, die besonderen Anforderungen an Bewegungsrhythmus und Gleichgewichtsfähigkeit setzen voraus, dass die in diesen Prozessen aktivierten Muskeln, Sehnen, Bänder, Gelenke oder Knochen entsprechend trainiert wurden. Hier kommt es in den meisten Fällen auf eine sehr große Bewegungsgenauigkeit an, verbunden mit dem richtigen Bewegungsrhythmus. Das spezielle Training für tänzerische Elemente ist in diesen Sportarten aber ebenso aus dem Blickwinkel der langfristigen Sicherung der Belastbarkeit und der Prävention von Verletzungen und körperlichen Schäden wie Fehlhaltungen oder muskuläre Dysbalancen bedeutsam. Dabei sind wichtige Ausgangspunkte in der Bewegungsabfolge der einzelnen Übung und des Einzelelements mit seinen leistungsbestimmenden Details zu suchen. Diese wiederum müssen auf ihre körperlichen Belastungen analysiert werden, um entsprechende Trainingsprogramme und -übungen zu entwickeln und einzusetzen, die die Erlernung und Perfektionierung dieser Tanztechniken unterstützen. Im vorliegenden Buch werden tanzbezogene Übungen vorgestellt und hinsichtlich anatomischer Aspekte visualisiert. In der Hinführung zu diesen spezifischen Übungen stellt Jacqui Greene Haas den menschlichen Körperaufbau und die Muskulatur vor und präsentiert dabei Hauptbewegungsebenen und Muskelaktionen. Die besondere Aufgabe und Rolle der Wirbelsäule in der menschlichen Bewegung steht im Mittelpunkt des folgenden Kapitels, an das sich die Präsentation anatomischer Aspekte der Atmung innerhalb tänzerischer Bewegungen anschließt. Hier wie auch in allen anderen Kapiteln werden mehrere Übungen vorgestellt, die zur täglichen Trainingspraxis im Tanz gehören, und die dann auf anatomische Aspekte und Konsequenzen analysiert werden. Für alle Körperregionen werden tänzerische Elemente sowie spezifische Trainingsübungen unter besonderer Hervorhebung der mit ihnen verbundenen anatomischen Aspekte vorgestellt (zum Beispiel welche Muskeln sind beteiligt), wird der Bewegungsablauf mit seinen Knotenpunkten (und in Variationen) analysiert und auf häufig auftretende Bewegungsfehler hingewiesen. Parallel dazu wird auf Besonderheiten verwiesen, die sich aus und für den Tanz ergeben, um Eleganz zu "erzeugen" oder einen flüssigen, harmonischen Bewegungsablauf innerhalb eines Elements oder in der Verbindung verschiedener Elemente zu gewährleisten.
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:technical sports biological and medical sciences
Tagging:Sprunggelenk
Language:German
Published: München Copress 2018
Edition:komplett überarb. und erw. Neuaufl.
Online Access:https://www.stiebner.com/copress/sonstige-sportarten/tanz/dance-anatomie.html
Pages:258
Document types:book
Level:intermediate