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Verletzungen des Bewegungsapparates im Eishockey

(Injuries of the locomotor system in ice hockey)

Eishockey gilt als eine der schnellsten, aber auch verletzungsträchtigsten Teamsportarten. Die meisten Verletzungen sind traumatisch bedingt (80%) und resultieren zumeist aus direktem Körperkontakt, was auch die vermehrte Verletzungsinzidenz im Spiel gegenüber dem Training erklärt. Stürmer erleiden öfter Blessuren als Verteidiger oder Torhüter. Die Verletzungshäufigkeit der Frauen ist aufgrund des unterschiedlichen Regelwerkes (kein Bodycheck, kompletter Gesichtsschutz) gesamthaft kleiner als bei den Männern, die Verteilung ist jedoch ähnlich (IIHF Injury reporting system 2008-2009). Die häufigsten Verletzungen des Bewegunsapparates sind die MCL-Läsion des Kniegelenkes, Insertionstendinopathien der Adduktoren, Bandverletzungen des oberen Sprunggelenkes, ACGelenkskontusionen und Prellungen. Prophylaktisch sind eine adäquate Ausrüstung, gezieltes Kraft- und propriozeptives Training und das Fairplay von grösster Bedeutung.
© Copyright 2010 Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie. Rub Media AG. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:biological and medical sciences sport games
Published in:Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin und Sporttraumatologie
Language:German
Published: 2010
Online Access:http://www.sgsm.ch/ssms_publication/file/379/Hockey.pdf
Volume:58
Issue:2
Pages:52-55
Document types:article
Level:intermediate