Sports in american life. A history
(Sport im amerikanischen Leben. Geschichtlicher Abriß)
Als Richard Davies 1994 damit begann, an der University of Nevada, Reno, Vorlesungen zur "Geschichte des amerikanischen Sports" zu halten, war er einer der ersten, die Sportgeschichte als einen Weg erkannten, amerikanische Geschichte und Alltagskultur in den Klassenzimmern zum Leben zu erwecken. Mittlerweile dient das 2007 erschienene "Geschichtslehrbuch" des produktiven Autors und oft zitierten Sporthistorikers als Basis für ca. 300 solcher Kurse, die landesweit angeboten werden. Als Antwort auf den Ruf nach einer aktualisierten Version, hat Davies eine Second Edition mit aktualisierten Informationen über Sportstatistiken, Persönlichkeiten wie Barry Bonds und Tiger Woods, die Williams-Schwestern, Myke Tyson, Maya Moore und Mia Hamm, eine erweiterte Diskussion zum Frauen-Sport und einem zunehmend skeptischen Blick auf den College-Sport verfaßt.
Eigentlich erwartet man von einem emeritierten Professor, der einen Großteil seiner Karriere damit verbracht hat, die Rolle des Sports im Zusammenhang mit politischen Bewegungen, der Bürgerrechtsbewegung und den Rechten der Frauen zu lehren, einen optimistischeren Blick auf die Geschichte des amerikanischen Sports. Allerdings ist der beliebte, fleißige, disziplinierte aber ironisch humorvolle Lehrer und Kommentator kein Mensch, der die Welt durch eine rosarote Brille betrachtet. "Wirklich, meine Begeisterung ist mit der tieferen Erforschung der Materie zurückgegangen" sagte er in einem Interview. Als einen der Gründe hierfür nennt er das kartellmäßige Auftreten der NCAA. Als eine positive Entwicklung der letzten 40 Jahre nennt er die nach der Verabschiedung des Artikels IX im Jahre 1972 zunehmende Gleichberechtigung von Männern und Frauen in den Leichtathletik-Programmen der Universitäten. Es gibt heute 15 bis 20 College-Frauen-Basketball-Teams, die sich selbst finanzieren. Allerdings habe der Frauen-Leistungssport nie die erhoffte Popularität erreicht - außer vielleicht im Tennis mit dem Beginn der Chris Evert-Martina Navratilova Rivalität in den 70er und 80er Jahren.
Das reich dokumentierte Buch zeichnet die Entwicklung der amerikanischen Sportarten von der Kolonialzeit bis zur Gegenwart. Die Erzählung basiert auf dem Argument, dass die Sportarten eine signifikante gesellschaftliche Kraft in der amerikanischen Geschichte darstellen. Das Buch thematisiert die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenhänge zwischen Sport und größeren Themen wie Geschlecht, Rasse und Klasse. Es umfasst 50 Fotografien der wichtigsten Ereignisse und Figuren in der Geschichte des amerikanischen Sports. Es ist in einer fesselnden Erzählweise geschrieben und durchaus geeignet, um Studenten zu begeistern. "Richard Davies vermittelt uns einen wunderbaren, reichen und umfassenden Blick auf die Geschichte des Sports in den Vereinigten Staaten, der tief in der Kultur des amerikanischen Volkes verwurzelt ist", kommentierte Frank Deford, Senior Consulting Editor von Sports Illustrated, das Werk. Es wird gezeigt, wie wichtig Sport in der amerikanischen Geschichte gewesen ist, sowohl an und für sich aber auch als soziale Kraft. Der Text ist ideal für das gründliche Studium der amerikanischen Sportgeschichte.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Spielsportarten Kampfsportarten Theorie und gesellschaftliche Grundlagen Ausbildung und Forschung |
| Sprache: | Englisch |
| Veröffentlicht: |
Chichester
Wiley-Blackwell
2012
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| Ausgabe: | Chichester: Wiley-Blackwell, 2nd ed., 2012.- 422 S. |
| Seiten: | 422 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |