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Dehungstraining und Verletzungen im Badmintonsport

(Stretching training and injuries in badminton)

Dehnungsübungen stellen für viele Sportler unterschiedlichster Sportarten und Leistungsklassen einen festen Trainingsbestandteil dar. Dabei basiert ihre Verwendung oftmals weniger auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, als vielmehr auf oberflächlichenÜberlegungen und persönlicher Erfahrung.[1] Ursprünglich zur Beweglichkeitsverbesserung eingesetzt, wurden dem Dehnungstraining im Laufe der 80er Jahre durch zahlreiche Veröffentlichungen zusätzliche positive Effekte zugeschrieben. Zu diesen gehörten u. a. die Beseitigung von Muskelverkürzungen und muskulären Dysbalancen, die Steigerung der sportlichen Leistungsfähigkeit sowie die Vorbeugung von Sportverletzungen und Vermeidung eines Muskelkaters.[2] Als Folge wurde Dehnungstraining auch von Trainern und Sportmedizinern lange Zeit als regelrechtes Wundermittel angesehen und weiterempfohlen: Dehnungsübungen wurden zu einem festen Trainingsritual.[ Zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den Effekten des Dehnungstrainings kam es erstmals im Laufe der frühen 90er Jahre. Durch eine Vielzahl experimenteller Untersuchungen konnten einige der bis dahin vermuteten Wirkungen widerlegt werden.[2] Dabei stand vor allem der angeblich verletzungsvorbeugende Effekt des Dehnungstrainings im Fokus der Dehnungsforschung. Neuere Studien gehen nicht mehr von einer allgemeinen, sämtliche Verletzungsarten umfassenden, Vorbeugung aus, sondern betonen stattdessen die Notwendigkeit einer nach Verletzungs- und Sportarten differenzierten Betrachtungsweise.[ 4, 5, 6] Bisherige Untersuchungen zu einer verletzungsvorbeugenden Wirkung des Dehnungstrainings beschränkten sich auf die Sportarten Fußball,[7] Handball,[8] Football,[9] Segeln,[10] Langstreckenlauf bzw. Joggen[11, 12] sowie die sportliche Betätigung im Rahmen einer Militärausbildung.[13, 14, 15, 16] Den Rückschlagsportarten wurde in diesem Zusammenhang bisher noch keine Aufmerksamkeit geschenkt. Angesichts dieses Forschungsdefizits lag ein Schwerpunkt der durchgeführten Studie auf der Untersuchung einer verletzungsvorbeugenden Wirkung eines im Rahmen des Badmintonsports durchgeführten Dehnungstrainings. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen einer schriftlichen Befragung die Dehngewohnheiten und erlittenen Sportverletzungen von Badmintonspielern des Badminton Verbandes Sachsen e.V. erhoben. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Bewertung der erhobenen Dehngewohnheiten vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstandes. Der vorliegende Bericht enthält
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Bibliographic Details
Subjects:
Notations:sport games biological and medical sciences
Language:German
Published: Chemnitz 2010
Online Access:http://www.tsv-dresden-badminton.de/uploads/PDF/Ergebnisbericht.pdf
Pages:17
Document types:diploma work / thesis
Level:intermediate