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Synthese menschlicher Bewegungen durch biomechanische Bewegungsmodelle mit unterschiedlicher Komplexität

Die Beschreibung von menschlichen Bewegungsabläufen mit biomechanischen Modellen bietet interessante Möglichkeiten für die Untersuchung und Optimierung sportlicher Bewegungen. Dabei gilt es, die Eigenschaften des Körpers sowie wichtige Bewegungsgrößen (z.B. Kräfte, Körperschwerpunktslage, Gelenkwinkel ) im Modell so wiederzugeben, dass ein Vergleich zwischen Modell und Realität ermöglicht wird. Eine entscheidende Frage bei der Entwicklung biomechanischer Modelle ist dabei der Grad der Detaillierung. Während komplexe Muskel-Skelett-Modelle den Vorteil der direkten Vergleichbarkeit mit Segmentkinematik und Muskelaktivitäten beim Menschen bieten, überzeugen vereinfachte Modelle durch eine stark reduzierte Anzahl von Modellparameter, eine gute Vorhersagekraft und fördern das Verständnis der zugrundeliegenden Bewegungsstruktur. In den letzten Jahren ist es gelungen, grundlegende Modelle für menschlichen Bewegungsabläufe (z.B. Gehen, Rennen, Springen) schrittweise zu erweitern, um somit eine Brücke zu schlagen zwischen vereinfachten und komplexen biomechanischen Modellen. In diesem Tutorial sollen einige Aspekte dieser Entwicklung aufgezeigt und im Kontext sportlicher Bewegungsanalyse diskutiert werden.
© Copyright 2011 Biomechanik - vom Muskelmodell bis zur angewandten Bewegungswissenschaft - Jahrestagung der dvs-Sektion Biomechanik vom 14.-16. April 2011 in Jena.. Published by Feldhaus, Ed. Czwalina. All rights reserved.

Bibliographic Details
Subjects:
Notations:training science biological and medical sciences sports for the handicapped
Tagging:Prothese
Published in:Biomechanik - vom Muskelmodell bis zur angewandten Bewegungswissenschaft - Jahrestagung der dvs-Sektion Biomechanik vom 14.-16. April 2011 in Jena.
Language:German
Published: Hamburg Feldhaus, Ed. Czwalina 2011
Series:Schriften der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft, 219
Pages:58-70
Document types:article
Level:advanced