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Regenerationsmanagement und Sporttechnologie im Leistungssport der Menschen mit Behinderungen

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) in Bonn führt gemeinsam mit dem Deutschen Behindertensportverband wissenschaftliche Veranstaltungen durch, auf denen aktuelle Forschungsergebnisse zum Leistungssport von Menschen mit Behinderungen vorgestellt und diskutiert werden. Im vorliegenden Berichtsband des bereits neunten Symposiums dieser Art werden die inhaltlichen Schwerpunkte im Management der Regeneration nach trainings- bzw. wettkampfinduzierter Belastung und Ermüdung sowie die Nutzung moderner Technologien für die Entwicklung von Sportgeräten und die Analyse sportlicher Leistungen im Behindertenleistungssport aufgegriffen. So berichtet A. Ferrauti (Universität Bochum) über die wissenschaftlichen Grundlagen und Erkenntnisse zum Regenerationsmanagement insgesamt, um davon ausgehend Beispiele aktueller Forschungsvorhaben zum Thema sowie geeignete die Regeneration fördernde Maßnahmen vorzustellen. Diese reichen von ausreichend Schlaf über Kaltwasserimmersion oder Sauna bis zur Nutzung von Kompressionskleidung. V. Wank (Universität Tübingen) stellt die Ergebnisse in der Optimierung des Sitzschlittens für den Skilanglaufsport Behinderter vor, bei dem es sowohl ein Forschungsinteresse in der Geräteoptimierung als auch in der Weiterentwicklung der sportlichen Langlauftechnik gab. Innerhalb der Entwicklungen wurden verschiedene Behinderungsgrade und -formen untersucht, um geeignete Bewegungstechniken, zum Beispiel zum Einsatz der Skistöcke zu finden. Bemerkenswert sind in diesem Zusammenhang auch Lösungen, von denen perspektivisch auch Nichtbehinderte profitieren können, da die entwickelte Methode der Kraftmessung an den Skistöcken sowohl im Behinderten- als auch im Nichtbehindertensport eingesetzt werden kann. D. Link (TU München) und T. Prokein (Bundestrainer) präsentierten den aktuellen Entwicklungsstand der paralympischen Sportart Goalball und der für die Wettkampfanalytik entwickelten Software GoalScouter vor. Mit dem System kann sowohl die Vorbereitung der Spieler auf die nächsten sportlichen Konkurrenten vor dem Spiel als auch das Coaching im Spiel selbst unterstützt werden. M. Goll und P. Spitzenfeil (von der TU München) präsentierten wiederum ihre Lösung für die Leistungsdiagnostik im alpinen Monoski. Für die Entwicklung wurde ein physiologisches Belastungsprofil für die Sportart erarbeitet, das die Grundlage für die leistungsdiagnostischen Untersuchungen bildet. In einem Folgeschritt wurde auch ein biomechanisches und koordinatives Anforderungsprofil erarbeitet, das dann schrittweise in die trainingswissenschaftliche Unterstützung des deutschen Paralympicsteam im Monoskifahren eingeführt wurde.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Parasport Biowissenschaften und Sportmedizin Naturwissenschaften und Technik
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Köln Sportverlag Strauß 2013
Seiten:92
Dokumentenarten:Buch
Level:hoch